Safe! Stories übers Investieren

Lara Vadlau, wie setzt du beim Investieren die Segel?

Episode Summary

Olympiasiegerin und Ärztin Lara Vadlau spricht über ihre ganz persönliche Finanzreise – von zwei Euro Taschengeld bis zu ETFs, Einzelaktien und Krypto. Sie erklärt, warum mentale Stärke beim Segeln genauso wichtig ist wie beim Investieren und warum der richtige Zeitpunkt zum Starten immer jetzt ist.

Episode Notes

Lara Vadlau ist Olympiasiegerin im Segeln und Ärztin – und spricht in dieser Folge offen über Geld, Risiko und Durchhaltevermögen. Sie erzählt, wie sie mit zwei Euro Taschengeld pro Monat aufwuchs, wie kostspielig der Spitzensport wirklich ist und warum sie mit 20 Jahren begann, in ETFs zu investieren. Dabei zieht sie klare Parallelen zwischen mentaler Stärke im Wettkampf und dem richtigen Umgang mit Schwankungen an der Börse.

Außerdem hört ihr: Warum Österreichs Sportförderungssystem selbst Olympiasiegerinnen unter Druck setzt, weshalb Lara parallel zu ihrer Karriere Medizin studierte – und was präventive Medizin mit frühem Investieren gemeinsam hat.

Links:
Wiener Börse: www.wienerborse.at
Initiative „Beteilig dich": wienerborse.at/beteilig-dich
Laras Buch "Die Alterslüge": https://www.laravadlau.at/buch

Safe! auf Social Media:
Instagram: instagram.com/wienerborse  
Tiktok: tiktok.com/@wienerboerse    
YouTube: youtube.com/channel/UCXqq_RYN8oNMEs1fUNefV-Q  

Kapitelmarken:
[00:00] Intro
[01:50] Vorstellung: Lara Vadlau
[03:00] Geld in der Kindheit – zwei Euro Taschengeld
[05:30] Kosten im Segelsport: Boote, Logistik & Sponsoren
[11:00] Österreichs Sportförderungssystem & finanzielle Abhängigkeit
[16:30] Lektionen aus dem Spitzensport fürs Investieren
[18:30] Laras Investment-Strategie: ETFs, Aktien, Krypto & Gold
[24:00] Diversifikation & antizyklisches Denken
[26:00] Medizinstudium als zweites Standbein & Risikostreuung
[31:30] Vom Olympia-Trubel direkt in die Notaufnahme
[34:00] Präventivmedizin & das Buch „Die Alterslüge"
[36:00] Gesundheit & Finanzen: Früh anfangen zahlt sich aus
[37:30] Abschluss-Tipp: So startest du mit ETFs
[39:00] Nachgespräch: Anna-Lisa & Alex reflektieren
[48:00] Outro & Disclaimer

Episode Transcription

Safe!_E11_V1_260529

===

 

Anna-Lisa Bier: [00:00:00] Willkommen bei Safe! Stories übers Investieren.

 

Alex Wastl: Das ist der Podcast der Wiener Börse für alle, die sich beim Thema Geldanlage noch nicht ganz sicher fühlen.

 

Anna-Lisa Bier: Deshalb holen wir Menschen vors Mikro, die offen über ihre Erfahrungen sprechen. Über ihre ersten Investments.

 

Alex Wastl: Über Fehler, Aha-Momente [00:00:20] und darüber, was sie heute anders machen würden.

 

Anna-Lisa Bier: Wir sind Anna Lisa Bier.

 

Alex Wastl: Und Alexander Wastl. Wir finden, über Geld sollten wir viel öfter und viel offener sprechen.

 

Anna-Lisa Bier: Ich würde sagen, das machen wir jetzt direkt und jetzt geht's los.

 

Anna-Lisa Bier: Hallo und herzlich willkommen bei Safe Stories [00:00:40] übers Investieren. Mein Name ist Anna-Lisa Bier und ich freue mich sehr, dass ihr auch heute wieder eingeschalten habt. Ich darf gegenüber von mir den Alex begrüßen. Hi Alex.

 

Alex Wastl: Hello Anna-Lisa. Wen quetschst du denn heute bezüglich Investments und Finanzen aus?

 

Anna-Lisa Bier: Ja, ich habe heute Lara Vadlau zu Gast. Sie ist Olympiasiegerin im Segeln und Ärztin und wir erfahren heute, [00:01:00] wie sie die Segel beim Investieren setzt.

 

Alex Wastl: Klingt sehr cool. Ich freue mich schon sehr auf unser Gespräch im Anschluss.

 

Anna-Lisa Bier: Wie ich mich ebenso.

 

Anna-Lisa Bier: Hi Lara, schön, dass du da bist.

 

Lara Vadlau: Danke, freut mich sehr, da zu sein.

 

Anna-Lisa Bier: Bevor wir über deinen Sport, alles, die finanziellen Aspekte und so weiter reden, möchte ich gerne mal zu Beginn [00:01:20] wissen, welche Rolle Geld bei dir in der Kindheit gespielt hat. Wie bist du mit Geld aufgewachsen?

 

Lara Vadlau: Ähm, es gibt ein bezeichnendes Beispiel: Ich hab, äh, in der Schule, in der Volksschule gesehen, dass die Leute um mich herum Taschengeld kriegen.

 

Lara Vadlau: Dann habe ich meine Eltern immer gefragt: „Was ist das überhaupt? Wieso krieg ich das nicht?" Und mein Papa hat dann gesagt: „Du, kein Problem. Er gibt mir Taschengeld." Dann hat er mir [00:01:40] genau zwei Euro pro Monat geben. Ähm, er hat gesagt, ich soll sparen und haushalten und, äh, generell, wenn er mir irgendein Geld gegeben hat, um irgendwas zu kaufen, hat er immer den Schmäh gemacht: „Ähm, aber komm mit dem Doppelten zurück."

 

Lara Vadlau: Also so bin ich aufgewachsen.

 

Anna-Lisa Bier: Okay, ähm, das heißt, du hast schon immer schauen müssen, dass du selber, äh, mit deinem Geld eigentlich gut haushaltest.

 

Lara Vadlau: Ja, genau. [00:02:00] Also ich hab auch immer, ähm, ich hab echt wenig Taschengeld, äh, bekommen und auch von Omas, Opas nicht so viel, weil die weit weg waren. Das heißt, alles, was ich irgendwie an Cash gekriegt hab, hab ich gesammelt, irgendwo versteckt und dann gespart.

 

Anna-Lisa Bier: Machst du das heute auch noch oder hast du irgendwo da Taschengeld oder irgendwas liegen bei

 

Lara Vadlau: dir? Nein, in manchen Jacken finde ich noch was.

 

Anna-Lisa Bier: Ah, das ist ja super. Das ist ja [00:02:20] gut. Okay. Ähm, du bist ja Seglerin. Das heißt, du kommst von einer Randsportart, in der Erfolg nicht automatisch mit finanzieller Sicherheit gleichgeht.

 

Anna-Lisa Bier: Wie war da der persönliche Zugang zu Geld, also gerade am Anfang von deiner Karriere? Weil Segeln ist ja sehr materialintensiv. Ähm, wie fängt man da überhaupt an?

 

Lara Vadlau: Also da muss ich wirklich sagen, wenn [00:02:40] meine Eltern nicht so dahinter gestanden wären, dann, boah, hätte ich, glaube ich, nicht so viele Chancen, jetzt als Olympiasiegerin da zu sein, weil, ähm, in Italien oder Spanien ist das anders.

 

Lara Vadlau: Da gehen die Leute nach, nach der Schule segeln und haben alles an Equipment vorbereitet von den Clubs, weil dort einfach die Mentalität anders ist, so wie bei uns beim Skifahren circa. Und, ähm, ja, du sprichst [00:03:00] es an, es ist sehr kostenintensiv. Sie haben mich aber immer unterstützt und haben die Prämisse gehabt: „Lara, wenn du wirklich durchziehst und wenn du wirklich willst, dann kriegst du alles an Unterstützung."

 

Lara Vadlau: Aber wenn für mich zum Beispiel Party machen oder irgendwas anderes wichtiger gewesen wäre, dann natürlich nicht. Und deswegen habe ich früh Disziplin gelernt.

 

Anna-Lisa Bier: Mhm. Wie viel kostet ein [00:03:20] Segelboot? Jetzt also rein aus Interesse, weil ich es mir gar nicht vorstellen kann.

 

Lara Vadlau: Ja, es kommt darauf an. Also je nachdem, wie du's schon präpariert haben willst, zwischen dreißig und fünfzigtausend Euro.

 

Anna-Lisa Bier: Okay, also das sind ja jetzt nicht kleine Summen, mit denen man da anfängt.

 

Lara Vadlau: Nein, und vor allem, du brauchst... Also nein, wenn du anfängst als Kind, dann ist es schon weniger, deutlich weniger, aber dann im Profibereich, dann geht's schon ordentlich [00:03:40] ins Geld. Und, ähm, ja, je nachdem, wohin du möchtest, weil du hast natürlich da Feinheiten, dort Feinheiten und das kommt alles noch dazu.

 

Anna-Lisa Bier: Ähm, das Boot an sich, ich mein, das besteht aus Segel, was weiß ich nicht alles. Wie oft wechselt man so ein Segelboot oder wie lange segelt man mit dem gleichen Boot? Ich mein, man adaptiert's wahrscheinlich immer wieder, ähm, mit dem Boot per [00:04:00] se. Wie lange segelt man da?

 

Lara Vadlau: Das wollt ich grad, äh, vorhin ansprechen.

 

Lara Vadlau: Das variiert komplett, weil du musst eigentlich vier bis fünf Boote pro Saison haben, weil wenn du dir vorstellst, zum Beispiel du hast eine Weltmeisterschaft in Argentinien, dann müssen wir unsere Boote verschicken, weil wir fahren nicht selber hin. Mit 'm Container, das ist dann zwei, drei Monat unterwegs und ich kann nicht zwei, drei Monat nix trainieren.

 

Lara Vadlau: [00:04:20] Das heißt, ich brauch mindestens zwei Boote in Europa, ein Rennboot, ein Trainingsboot und brauch ich eins in Argentinien. Wenn die nächsten Olympischen Spiele in Los Angeles sind, dann muss ich dort ein, zwei Boote lagern haben. Also es geht ordentlich ins Geld. Das ist ein extremler, extremer logistischer Aufwand.

 

Lara Vadlau: Leider nicht nur wie Fußballspielen, wo du deine Schuhe und deinen Ball mitnimmst, aber [00:04:40] Der Sport ist halt sehr schön.

 

Anna-Lisa Bier: Ja, das stimmt. Das hab ich gar nicht bedacht, dass das ja eigentlich, das Boot muss ja dann immer schon auf dich oder auf euch warten, äh, bevor man überhaupt einmal dort ist. Ähm, das heißt, am Anfang hat eigentlich dann die Familie groß komplett unterstützt.

 

Anna-Lisa Bier: Wie lange hat sich das durchgezogen oder bis wann warst du dann so weit, dass du sagst, okay, du hast Sponsoren und so weiter? Weil die haben ja dann, glaub ich, auch einen [00:05:00] großen Teil, äh, übernommen, oder?

 

Lara Vadlau: Ja, die haben einen riesengroßen Teil übernommen und, ähm, dann so wie ich sechzehn, fünfzehn, sechzehn geworden bin, sind die ersten Sponsoren eingetrudelt.

 

Lara Vadlau: Hat aber auch mein Papa organisiert, der hat so ein bissl a Managerrolle eingenommen und hat halt viele Kontakte gehabt in Unternehmen und so weiter. Und da ist es dann a bissl leichter gegangen. [00:05:20] Und, äh, die Sponsoren zum Beispiel, ähm, ich hab einen sehr, sehr guten Sponsor, den hab ich seitdem ich fünfzehn bin, jetzt noch.

 

Lara Vadlau: Das heißt, äh, Gott sei Dank sind da Leute dahinter, die sagen, langjährige Partnerschaft ist mir wichtig. Aber ja, ohne meine Eltern und ohne die inf-, äh, finanzielle Hilfe hätt's schlecht ausgeschaut.

 

Anna-Lisa Bier: Ähm, [00:05:40] gerade auch wegen am Fördersystem bei Spitzensportlern. Da gibt's ja verschiedenste Kader, so wie ich das verstanden hab.

 

Anna-Lisa Bier: Und da entsteht für mich oft der Eindruck, dass, ähm, man erst, wenn man ganz oben ist, quasi Unterstützung bekommt. Also sprich, erst wenn du, du bekommst ausreichend Unterstützung, erst wenn du quasi performst und dann ist erst so ein bissl die finanzielle [00:06:00] Sicherheit gegeben. Ähm, wie beeinflusst das dann deine finanziellen Entscheidungen, auch gerade damals?

 

Lara Vadlau: Ja, Gott sei Dank nicht, weil ich meine Eltern gehabt hab, aber wenn das nicht gewesen wär, dann ist schon a wirklich enormer Druck dahinter, weil du sprichst es an. Erst wenn du Erfolge hast und erst wenn du raufkommst, dann steht dir finanzielle Unterstützung zu. Unser [00:06:20] Fördersystem ist so aufgebaut, dass du je nachdem, welche Plätze du bei Weltmeisterschaft, Europameisterschaft erzielst, da fallst du in gewisse Klassen und dann kriegst mehr oder weniger Geld.

 

Lara Vadlau: Und wenn du jetzt zum Beispiel eine Verletzung hast, so wie ich jetzt, fallst du komplett raus. Also es ist wirklich, als Sportlerin hast du schon nicht nur den Druck, dass du Ergebnisse ablieferst, sondern auch den finanziellen Druck [00:06:40] natürlich. Und, äh, Sicherheit gibt's quasi keine, wenn du nicht, äh, Fußballer bist und schon deine Millionen auf die Seite gelegt hast.

 

Lara Vadlau: Oder es sind ja ganz, ganz wenige Sportarten, wo du s, wo du dann danach sagen kannst: „Okay, ich hab raus gesagt."

 

Anna-Lisa Bier: Du hast auch in einem Interview gesagt, dass du, ähm, quasi jetzt einen neuen Partner hast und deshalb eigentlich wieder herabgestuft wurdest, [00:07:00] obwohl du ja eigentlich Olympiasiegerin bist. Also da wird ja dann mit beiden Personen quasi das gewichtet.

 

Anna-Lisa Bier: Ähm, wie, wie findest du das? Ich mein, da brauch ich eigentlich eh gar nicht fragen, wie du's findest, oder? Aber ich find alleine das Ja, ist ja auch spannend, wenn du eigentlich die Weltbeste bist und Olympia gewonnen hast und dann aber trotzdem nach unten gerankt wirst, oder?

 

Lara Vadlau: Du bist echt [00:07:20] gut vorbereitet.

 

Anna-Lisa Bier: Ja.

 

Lara Vadlau: Ja, ich find's spannend und hab auch zuerst gedacht, das ist ein Scherz, weil, ähm, ich hab, ich bin Olympiasiegerin geworden, weil ich tolle Unterstützung gehabt hab, weil ich im Materialsektor sehr viel Neues und Innovatives machen hab können und jetzt kann ich das nicht, weil ich runtergestuft worden bin und einfach kein Geld da ist.

 

Lara Vadlau: [00:07:40] Das heißt, da tue ich mir schon schwer, wo ich mir denke: Okay, wollen wir nicht die Leute fördern? Ich verstehe das irgendwo, das System, aber irgendwo gibt's halt auch Grenzen, wo man vielleicht außerhalb der Box denken soll und sich denken soll: Hey, wenn wir schon eine Olympiasiegerin haben, die weiß, wie's geht, dann unterstützt man das.

 

Lara Vadlau: Und deswegen, ja, ich, ich versteh's, [00:08:00] aber irgendwo versteh ich's auch nicht und ich kann jetzt nur damit umgehen mit den finanziellen Mitteln, die ich halt zur Verfügung hab.

 

Anna-Lisa Bier: Ähm, auf diesen Druck eigentlich dann auch ständig zu performen, möchte ich eh noch später zu sprechen kommen. Ähm, ich glaub, dass man durch diesen Sport und eben die Disziplin, die du auch angesprochen hast, einiges lernt, auch dann wahrscheinlich fürs Leben, fürs Finanziere, also fürs Finanzieren und so weiter.

 

Anna-Lisa Bier: Ähm, [00:08:20] was hat dir denn der Spitzensport bei deinem finanziellen Weg gelehrt?

 

Lara Vadlau: Ähm, ja, dass, äh, Investieren immer was Gutes ist und je früher du in was investierst und daran glaubst, desto mehr Ertrag kommt dann im Nachhinein raus. Und das ist beim, beim Finanzieren und Investieren geldmäßig auch genau gleich.

 

Lara Vadlau: Wenn ich mit [00:08:40] fünfzehn schon in einen ETF rein, was reingesteckt hätte, dann wär ich jetzt zufriedener, als wenn ich es erst mit dreißig mach. Das verstehen die wenigsten und, äh, ich glaub, die meisten Leute haben auch noch so eine Pseudo-Sicherheit, was die Banken angeht, wo ich mir denke Da hab ich bei meinen Eltern wirklich Arbeit leisten müssen, weil ich gesagt hab: „Hey, investiert's doch in etwas, was [00:09:00] euch nicht so enorme Kosten bringt", weil die investieren lieber Gold oder irgendwas anderes, wo sie einen Haufen an Gebühren zahlen, nur weil's die Bank und Sicherheit ist.

 

Lara Vadlau: Sage ich: „Die Bank und das ist nicht wirklich sicher. Es gibt andere Wege, die eigentlich sicherer sind." Und da hab ich versucht, eben dieses Denken neu zu programmieren und ich finde das einfach sehr wichtig, so a, so a Wissen zu haben. [00:09:20]

 

Anna-Lisa Bier: Dann kommen wir schon direkt zu der Frage, Achtung Wortspiel: Wie setzt du die Segel bei deinen Investments, Lara?

 

Lara Vadlau: Ähm, ich hab mich während meiner olympischen Kampagne viel mit Inves-Investieren- Während der Olympischen? Ja, aber während der, während der letzten. Also da war ich so um die zwanzig, weil, ähm, ich hab mir gedacht, das ärgert mich so sehr. Es gibt da [00:09:40] diese Möglichkeit zu investieren, das Geld aufzubauen und ich hab keine Ahnung davon.

 

Lara Vadlau: Und dann hab ich mir hunderttausend Aktienbücher gekauft. Es war so stinklangweilig, dass ich nach der fünften Seite nicht mehr weiterlesen hab können, weil es mich wahnsinnig gemacht hat. Irgendwann hab ich mich dann aber wirklich dazu entschlossen, dass ich alles wissen, was ich irgendwie kriegen kann, mir aneignen kann und hab dann halt angefangen mit den Standardsachen.

 

Lara Vadlau: In [00:10:00] einen ETF hab ich investiert und hab ein bisschen gegambelt mit Aktien. Dann hab ich mir Notizen gemacht, wie man wirklich Firmenkonstrukte, Bilanzen lesen kann, was das bedeutet. Und je mehr ich Einblick in das Thema bekommen hab, desto mehr hab ich gewusst, wie wenig ich weiß und dass eigentlich niemand was vorhersehen kann und niemand was weiß.

 

Lara Vadlau: Und deswegen, ähm, [00:10:20] ja, es gibt halt so Sicherheiten wie eben ETFs und so weiter, wo du eigentlich im Prinzip, da muss schon sehr, sehr viel schiefgehen, aber wo du deine kontinuierliche Rendite machst und das ist ein nettes Geld. Und deswegen alles, was ich hab oder zum Beispiel, wenn ich mal, manchmal denke ich mir: „Okay, jetzt hab ich die tausend Euro für egal was nicht ausgegeben, ich nutze sie und investiere [00:10:40] sie.

 

Lara Vadlau: Das heißt, da versuche ich immer abzuwiegen, was macht mehr Sinn, was ist vielleicht intelligenter und das ist mein Weg, damit umzugehen.

 

Anna-Lisa Bier: Du warst dann zwanzig, ist das richtig, wie du angefangen hast? Du bist jetzt zweiunddreißig. Das heißt, da sind jetzt einige, ein paar Jährchen vergangen. Das ist ja dann eigentlich auch schön bei ETFs zu sehen, wie sich das Ganze über die Zeit dann entwickelt, [00:11:00] weil du hast es ja vorher auch schon gesagt, man muss einfach so früh wie möglich anfangen damit und dann quasi die Zeit einfach verweilen lassen.

 

Anna-Lisa Bier: Ähm, was gibt dir dann für ein Gefühl? Hast du dadurch dann Sicherheit, oder?

 

Lara Vadlau: Ja, voll. Und ich hab's aber so gekoppelt, vor allem mit dem ETF, dass ich einen monatlichen oder quartalsmäßigen Sparplan hab. Das heißt, ich muss mich gar nicht damit beschäftigen, weil am Anfang [00:11:20] natürlich schaust du die ganze Zeit rein und siehst nur Minus, dann kriegst du Panik, dann willst verkaufen.

 

Lara Vadlau: Meine Mama gambelt da mit Aktien, ähm, und die hat Gold und jetzt ist ja vor Kurzem das Gold richtig in den Keller gegangen und sie hat richtige Panik gehabt. Sie verkauft alles. Sag ich: „Mama, du kannst nicht verkaufen, wenn's runtergeht. Bitte mach das nicht." Ja. Und mein Papa hat sie dann Gott sei Dank davon [00:11:40] abgehalten.

 

Lara Vadlau: Und ja, ich find schon, dass es eine gewisse Sicherheit gibt und Das Geld auf der Bank, wenn du's lasst, dann wird's sowieso weniger. Deswegen gib's irgendwo hin, wo's eventuell mehr werden kann.

 

Anna-Lisa Bier: Mhm. Ich hab in einem Podcast auch gehört, dass dein Vater schon mal gesagt hat, dass dir das Angstgen fehlt. Wie [00:12:00] ist das beim Investieren?

 

Anna-Lisa Bier: Ist das da auch eine Eigenschaft, wo du sagst, okay, du ziehst einfach durch und du hast da überhaupt keine Angst oder Sorgen oder irgendwas?

 

Lara Vadlau: Nein, da hab ich schon Angst. Also ich hab mit sehr kleinen Beträgen angefangen und bin dann immer größer geworden, aber wenn man's hört, dass Leute, weiß ich nicht, fünfzigtausend, fünfhunderttausend investieren, also da bin ich weit weg.

 

Lara Vadlau: Da bin ich [00:12:20] sehr gewissenhaft und wahrscheinlich ein bissl zu ängstlich, weil ich mir denke, okay, ich hab das Geld, ich will jetzt nicht, dass es alles weg ist. Und mir geht's gut. Ich bin total happy und zufrieden. Das heißt, ich muss nicht unbedingt stinkreich werden, indem ich hunderttausend in Bitcoin vielleicht investiere und hoffe, dass es aufgeht.

 

Lara Vadlau: Deswegen alles mit Maß und Ziel. Da hab ich Gott sei [00:12:40] Dank das Angstgen.

 

Anna-Lisa Bier: Okay, ja super, dann ist es da vorhanden, im Sport halt dann nicht. Ist ja okay. Genau. Man kann's nicht überall haben. Ähm, das heißt, dass ich möcht noch mal nachfragen, das heißt, du bist bei ETFs komplett oder hast du noch andere, äh, Investments?

 

Lara Vadlau: Äh, ich hab alles eigentlich. Ah. Ich hab ETFs, ich hab vereinzelnde Aktien, ich hab [00:13:00] Gold, ich hab, ähm, in Bitcoin bin ich investiert, in ein paar andere Kryptosachen. Also-

 

Anna-Lisa Bier: Okay, warum möchtest du da experimentieren oder denkst du einfach, du musst es streuen oder wie?

 

Lara Vadlau: Ja genau, also die, ähm, Diversifikation, glaub ich, ist sehr, sehr wichtig und ich streu das einfach und, ähm, versuch halt von allen möglichen Seiten ein bissl was [00:13:20] mitzubekommen und dann krieg ich ein paar Insider, die keine Insider sind, sondern meine Mama ist auch Medizinerin.

 

Lara Vadlau: Das heißt, die beschäftigt sich sehr mit der Linie und die sagt oft: „Hey, Lara, da wird vielleicht ein neues Medikament zugelassen", und dann weiß ich schon, okay.

 

Anna-Lisa Bier: Also das sind dann die Einzelaktien, in die du investierst. Genau. Okay, das heißt, es hängt aber trotzdem auch damit zusammen, dass du denkst: „Okay, das ist wissenschaftlich belegt, [00:13:40] dass das in Zukunft auch, äh, wirklich funktionieren könnte, Erfolg haben könnte", wie auch immer.

 

Lara Vadlau: Ja, also wie sehr was wissenschaftlich belegt sein kann, wenn's ums Investieren geht, wissen wir alle, aber ich, ja, ich beschäftige mich schon damit und zum Beispiel, wo die Ölkrise jetzt rausgekommen ist, habe ich vorher investiert und habe ein bisschen ein Geld gemacht, aber leider zu früh ausgestiegen, wo der [00:14:00] erste, ähm, wo das erste Mal wieder runtergegangen ist, weil dann ist es wieder raufgegangen.

 

Lara Vadlau: Also, aber da denke ich mir, da ärgere ich mich kurz, aber ich denke mir: „Okay, besser so als andersrum." Deswegen ein bissl was, wenn man intelligent ist und nachdenkt, glaube ich, und, äh, sieht, wie die Weltwirtschaft sich verändert und welche Kriege dort sind oder da sind, kann man vielleicht ein bissl, ähm, [00:14:20] was beeinflussen in der Zukunft, ein bissl mitdenken, aber in Wahrheit wissen wir alle nichts.

 

Lara Vadlau: Aber es gibt ein paar Dinge, worauf man sich berufen kann und das sind die, die ich mache.

 

Anna-Lisa Bier: Und Stichwort Wissen: Wie informierst du dich dann? Weil du hast ja auch vorher gesagt, du hast dann gelernt, Bilanzen zu lesen und so weiter. Wo hast du dich da informiert oder wie?

 

Lara Vadlau: Podcasts, YouTube-Videos, [00:14:40] Bücher, also alles Mögliche.

 

Anna-Lisa Bier: Also alles.

 

Lara Vadlau: Alles,

 

Anna-Lisa Bier: ja. Wieder genau wie bei den Investments, alles genutzt eigentlich. Genau. Okay. Ähm, ich hab auch wieder aus einem Podcast gehört, dass du ein Tattoo hast: „Escape the ordinary." Ähm, gehst du beim Investieren bewusst auch einen anderen Weg als die breite Masse? Weil du bist ja schon dann ein bisschen anders veranlagt, sage ich jetzt [00:15:00] einmal, als, äh, Leute, die vielleicht dann nur unter Anführungszeichen in ETFs investieren.

 

Lara Vadlau: Ja, voll. Also je mehr ich mich damit beschäftige, desto mehr versuche ich, andere Wege zu gehen, weil da ist halt dann die Möglichkeit und das Potenzial drinnen. Und i bei mir schrillen immer die Alarmglocken, wenn alle Menschen was machen. Das heißt, wenn alle Leute Gold verkaufen, dann denk ich mir: "Hm, [00:15:20] da ist was komisch."

 

Lara Vadlau: Oder wenn alle Leute Bitcoin kaufen, dann denk ich mir: "Okay, irgendwas passiert da, irgendwas ist komisch." Das heißt, dem Mainstream versuch ich zu entkommen und eigene Wege zu machen. Da ist viel Potenzial drin, auch Risiko, aber ich les mir halt schon die Sachen genau durch, was auch in der Zukunft geplant ist und versuch dann so das Risiko zu minimieren.[00:15:40]

 

Anna-Lisa Bier: Und Risiko bringt mich jetzt eh gleich direkt zur nächsten Frage: Du hast nach den Olympischen Spielen in Rio zwischenzeitlich deine Karriere beendet und mal eben so Medizin studiert. Größten Respekt übrigens davor. Ähm, war das auch eine Form von Risikostreuung für dich? Also dass du dir quasi ein zweites Standbein aufbaust?

 

Lara Vadlau: Ja, auf jeden Fall. Ich wollte einfach [00:16:00] nicht ab-- Also ich tu mir selbst sehr schwer mit Abhängigkeit, egal in welcher Art und egal von wem. Und ich möcht einfach nicht, schon mal beim Sport kann so viel passieren. Ich hab schon zwei Knieverletzungen und, und, und. Du weißt nicht, wie lang's geht. Das heißt, da wollt ich einfach nicht abhängig sein von egal welchen Strukturen, öffentlichen Geldgebern und so weiter und wollt mir was eigenes [00:16:20] aufbauen, dass i zumindest die Qual der Wahl hab, dann irgendwann zu sagen: "Hey, ich mach Sport", oder: "Hey, ich mach Medizin."

 

Lara Vadlau: Das, das war mir sehr wichtig.

 

Anna-Lisa Bier: Und Medizin hat dich einfach am meisten interessiert.

 

Lara Vadlau: Genau, ich wollt-- Eigentlich hat, haben mich nur zwei Sachen interessiert: Medizin und Sport. Und ich hab lang überlegt, Sportwissenschaften zu studieren. Dann hab ich a, ähm, [00:16:40] sehr hartes Gespräch mit meinem Papa gehabt. Der hat sich vor mir hingesetzt und sagt so: „Clara, was ist dir in deinem Leben wichtig?

 

Lara Vadlau: Möchtest du Skifahren gehen? Möchtest du das machen? Möchtest du das?" Also ich lebe jetzt nicht im Überfluss, aber ich liebe Skifahren und ich möcht ein paar Sachen machen. Hat er gesagt: „Ähm, mit dem Sportwissenschaftlergehalt wird's schwierig. Überleg dir das noch mal genau." Und im Endeffekt hat er recht gehabt und [00:17:00] ich hab mir dann so ein Ziel gesetzt: Okay, wenn ich den Aufnahmetest bestehe, dann zieh ich das ein halbes Jahr durch und dann schau ich.

 

Lara Vadlau: Weil wir wissen ja, du brauchst eine gewisse Zeit, dir an die Dinge zu gewöhnen und wenn du dein ganzes Leben lang Sportlerin warst und frei warst und gereist bist und dann nur auf deinem Schreibtisch sitzt, zwölf Stunden am Tag und durchlernst, dann ist es [00:17:20] schon ein bisschen ein Kontrast. Und das ist mir schon schwergefallen.

 

Lara Vadlau: Ich wollt, ähm, in den ersten drei Monaten, ähm, Wien Flughafen einsteigen und irgendwo wegfliegen und Surflehrer werden. Das wär der schlimmste Albtraum meiner Mutter gewesen. Aber dann hab ich eben einen Vertrag mit mir selbst abgeschlossen und gesagt: „Zieh's ein halbes Jahr durch. Wenn du danach nicht willst, mach was anderes, weil das bringt eh nix, [00:17:40] aber zieh's bis dahin durch."

 

Lara Vadlau: Und das war echt kurz vor 'm halben Jahr, wo es mir dann Spaßmachen angefangen hat.

 

Anna-Lisa Bier: Boah, okay. Ja, sehr cool. Also wie gesagt, das ist ja dann nicht nur, dass du das sagst, du machst das ein paar Monate lang. Das ziehst du ja jahrelang durch und du hast dich ja währenddessen auch noch auf die Olympischen Spiele vorbereitet.

 

Anna-Lisa Bier: Also ich glaub, das sind so zwei Tasks, die machen manche Leute nur einen [00:18:00] davon. Und dass du beides machst, ist, zeigt, glaub ich, eh genau, was für ein Durchhaltevermögen du hast. Oder wenn du wirklich was willst, dann glaub ich, willst du das auch sehr. Ähm, da komm ich eh auf das nächste Thema, auf den Kopf.

 

Anna-Lisa Bier: Ich glaub, das, ähm, Segeln, da ist ja, das geht ja über mehrere Tage lang. Allein wenn, ich hab die Olympischen Spiele natürlich, äh, da hab ich zugesehen und da geht es ja über mehrere [00:18:20] Tage lang. Das heißt, da herrscht ja extrem viel Druck. Du machst währenddessen wieder Pause, bist runter vom Boot, musst aber komplett taktieren, musst damit klarkommen, dass du Fehler wieder zurücksteckst und so weiter.

 

Anna-Lisa Bier: Ähm, wie wichtig ist von deiner Seite aus die mentale Stärke bei Investments?

 

Lara Vadlau: Ja, enorm wichtig. Wenn man sieht am Beispiel meiner Mutter, die die Nerven verliert und, äh, [00:18:40] alles verkaufen will, obwohl sie eh schon im Minus ist. Also sie war nicht einmal im Minus, sondern nur kurz temporär. Und, ähm, ja, Emotio-Emotionen sind eines der wesentlichen Dinge, die uns Menschen beeinflussen und lernen, damit umzugehen und nicht nur reaktiv darauf zu reagieren, sondern sich auch wieder runterzubringen und halbwegs [00:19:00] rational denken zu können.

 

Lara Vadlau: Ich glaub, das ist was, was uns am meisten ausmacht und das hab ich auch lernen müssen, weil ich bin ein sehr Bauchgefühlsmensch. Das heißt, ich gehe, ich hör gerne auf meinen Bauch, aber manchmal muss halt das Hirn auch noch da sein und durchgreifen. Ich bin ein sehr impulsiver Mensch und dann muss ich mich selbst zusammenreißen und mir denken: „Hey, Lara, jetzt setz dich mal kurz hin.[00:19:20]

 

Lara Vadlau: Ist das jetzt wirklich so gescheit? Ist das nur die Angst, die aus dir spricht? Oder was sind die Gründe?" Und dann versuche ich, das in meinem Kopf einzuordnen. Dann weiß ich, okay, das ist nur Angst, das ist nur was Emotionales, aber wenn ich da jetzt verkaufe, ist alles weg. Deswegen, ich versuche da schon eben darauf einzugehen.

 

Lara Vadlau: Mein Papa zum Beispiel, der ist auch ganz schlimm, der verkauft immer alles, wenn's [00:19:40] runtergeht und ... Aber bei ihm weiß ich, wenn er gewisse Aktien kauft, kaufe ich sie auf keinen Fall. Und wenn er sie verkauft, kaufe ich sie. Dann bin ich immer richtig.

 

Anna-Lisa Bier: Okay, ist eigentlich dann der gegenteilige Effekt dann immer.

 

Anna-Lisa Bier: Genau. Jetzt ist auch ein, vielleicht auch ein guter Tipp für ein paar Hörerinnen da draußen. Ja,

 

Lara Vadlau: das sind echt immer Insider-Tipps.

 

Anna-Lisa Bier: Ja, nicht die Eltern nachahmen. Ähm, du [00:20:00] bist ja eben auch Ärztin und bist nach den Olympischen Spielen direkt ins Krankenhaus zum Arbeiten gegangen. Ähm, was hat dir da dein Ärztedasein fürs Leben oder auch eben fürs Finanzielle gezeigt?

 

Lara Vadlau: Also das war ein arger Übergang, weil ich hab, Olympia-Serien bin im August geworden und ganz Anfang [00:20:20] Oktober habe ich schon angefangen, im Krankenhaus zu arbeiten und diese Periode war wirklich wild. Also die Leute haben mich bei der Tankstelle erkannt, angeredet, in, egal, wirklich egal wo. Ich war der Star, was einerseits richtig cool war, andererseits aber auch sehr viel.

 

Lara Vadlau: Und im Krankenhaus hat mich jeder erkannt. Jeder Patient wollte Autogramm auf den Röntgenbildern oder [00:20:40] sonst wo. Also es war schon witzig, aber hab dann angefangen, in der Notaufnahme zu arbeiten und wenn die Krankenschwester dann dahergelaufen kommt und sagt: „Lara, Schockraum-Patient in zwei Minuten", dann denkst dir halt so kurz nach dem Studium so: „Und was soll ich jetzt machen?"

 

Lara Vadlau: Weil du bist Arzt und du, du [00:21:00] bist diejenige, die dafür verantwortlich ist und du musst dein Wissen jetzt umsetzen. Und da ist mir bewusst worden, hey, das mit den Olympischen Spielen war echt arger Druck. Aber im Vergleich zu dem, wenn's wirklich Menschenleben geht, ist es a Kindergeburtstag. Und das hat mich sehr, sehr schnell wieder auf den Boden der Tatsachen gebracht.

 

Lara Vadlau: Ich glaub, das war sehr wichtig für mich, net einen [00:21:20] Höhenflug zu haben, net abzuheben, sondern wieder kleinst, normale Leben integriert zu werden. Hab sehr viele besondere Erlebnisse mit Krebspatienten gehabt, wo ich gewusst hab, okay, kann echt scheißdankbar sein für mein Leben. Und ja, das hat mich geerdet, wieder runtergebracht und ich find schön, dass ich das, diese, ähm, dieses Erlebnis gehabt hab.

 

Lara Vadlau: Und wegen dem Finanziellen ist [00:21:40] mir auch bewusst geworden, weil ja ganz viele Leute immer sagen, Ärzte verdienen eh so viel, die verdienen viel zu viel. Kann euch wirklich sagen, Ärzte verdienen nix im Vergleich zu dem, was sie leisten und was sie arbeiten.

 

Anna-Lisa Bier: Ähm, das heißt, wenn ich fragen darf, du bist dann jetzt wieder im Training.

 

Anna-Lisa Bier: Wie, wie stellst du dir das dann vor? Also ist dann quasi die Ärztekarriere dann, nachdem du irgendwann [00:22:00] deine Seglerkarriere beendet hast? Oder wie ist da der Plan?

 

Lara Vadlau: Also ich persönlich bin jetzt, komm jetzt immer mehr in die Richtung, dass ich präventiv arbeite. Das heißt, ähm, ich hab's halt miterlebt, dass die meisten Menschen, die ins Krankenhaus kommen, das quasi schon fast zu spät ist und ich fast nur noch Symptombehandlung machen kann und nicht mehr an den Ursprung gehen kann.[00:22:20]

 

Lara Vadlau: Und deswegen ist es mir so wichtig, weil ich hab dreißig Jahre Erfahrung im Spitzensport, langjährige Erfahrung medizinisch, habe an meinem Körper selbst die Sachen getestet. Das heißt, ich würd sagen, ich kann jetzt schon halbwegs einschätzen, was funktioniert und was nicht. Und mir ist es wichtig, den Menschen selbst a Werkzeug an die Hand zu geben.

 

Lara Vadlau: Und ich find, bin [00:22:40] mittlerweile drauf gekommen, dass das höchste Gut es ist, ähm- die Menschen nicht mehr zu behandeln, sondern eben ihnen das Werkzeug an die Hand zu geben, selbst Entscheidungen zu treffen, selbst zu wissen, was ist gut, was ist schlecht und das ist quasi jetzt meine Mission.

 

Anna-Lisa Bier: Weil, also wenn ich das jetzt so auf die Investments drehe, selbst, ähm, [00:23:00] ja, die Zeit ist ja das wichtigste Gut in dem Fall.

 

Anna-Lisa Bier: Das heißt, selbst wenn man jetzt Investments hat, aber nicht auf sich selber achtet, dann bringt einem die Zeit, die man dann vielleicht gar nicht mehr hat, auch nichts, ähm, mit Investments, wenn ich das jetzt mal so sagen darf.

 

Lara Vadlau: Ja,

 

Anna-Lisa Bier: voll. Ähm, das finde ich eigentlich dann ein spannendes Mindset, dass du das von deiner Karriere dann eigentlich so auch überleiten kannst.

 

Anna-Lisa Bier: Ähm, das [00:23:20] heißt präventiv, was, äh, was würdest du dann den Leuten raten, eigentlich so vom Gesundheitlichen her, was sie machen sollten?

 

Lara Vadlau: Es gibt auch so, mich nervt das so, weil auf Social Media, wenn man da Sachen sieht, dann frage ich mich wirklich und manche Sachen, also ich greif keine anderen Videos auf, aber manchmal muss ich das machen, weil das, wenn ich das hör, [00:23:40] dass irgendwelche Leute, äh, sagen, nehmt roten Reis statt ein Medikament, was wirklich hilft, um Herzinfarkt oder Schlaganfall, äh, vermeiden zu können, dann werde ich grantig und finde ich okay, das geht schon fast, äh, ins Thema Körperverletzung, weil das bringt Leute einfach um.

 

Lara Vadlau: Und deswegen ist meine Mission da vor allem auch auf Instagram und [00:24:00] drumherum Wissen zu verbreiten. Ich habe jetzt auch ein neues Buch geschrieben. Das gibt's schon. Das heißt die Alterslüge, weil das Thema Langlebigkeit gerade so boomt und das ist mir ein persönliches Anliegen, weil ich habe ein tolles Verhältnis mit meinen Eltern.

 

Lara Vadlau: Mein Papa ist zweiundsiebzig, der ist fit wie ein Turnschuh. Also wirklich, mit dem kann ich alles noch machen und das heißt echt was. Er sagt selbst: „Lara, ich fühl mich [00:24:20] wie fünfzig. Ich spür keinen Unterschied." Weil ihm halt gewisse Supplements gibt, die, äh, zwar noch off label sind, aber die in der Forschung schon wirklich etabliert sind.

 

Lara Vadlau: Nur bis das alles, das hängt ein bisschen auch in der, in der Gesundheitsmedizin. Äh, meine Mama setzt sich auch sehr mit dem Thema auseinander, das Thema Fasten zum Beispiel. Da wissen wir alle, dass das, [00:24:40] äh, die Zellen verjüngen kann und da gibt's gewisse Anhaltspunkte, die wirklich viel beeinflussen und das ist einfach ein Tool, wo ich grantig wäre, wenn das die Leute nicht wissen.

 

Lara Vadlau: Und deswegen möchte ich das verbreiten. Und zum Beispiel, ganz einfaches Beispiel: Ähm, wenn du mit der richtigen Reihenfolge beim Essen, also wenn du mit Salat anfangst, mit [00:25:00] Ballaststoffen, dann Proteine, Fette und Kohlenhydrate, kannst du sogar danach noch eine Nachspeise essen und es hat nicht so viele Auswirkungen, wie wenn du einfach anders anfängst mit Kartoffeln oder so.

 

Lara Vadlau: Und das ist so einfaches Wissen, weil du musst nicht drei Stunden laufen gehen oder in der Kraftkammer zu sein. Und genau das ist das Wissen, [00:25:20] was ich in meinem Buch zusammengefasst habe, damit du sagen kannst: „Papa, mach das so, dann lebst du zehn Jahre länger."

 

Anna-Lisa Bier: Also da haben wir jetzt auch einen Ernährungstipp mittendrin.

 

Anna-Lisa Bier: Ist auch sehr gut. Ähm, das Buch findet ihr übrigens verlinkt in den Show Notes. Also dieses Präventive ist ja eigentlich dann, ähm, nicht nur von der Gesundheit, sondern auch beim Finanziellen eigentlich. Ich meine, ich habe es eh schon vorher herausgehört. Du [00:25:40] sagst eigentlich so früh wie möglich beginnen.

 

Anna-Lisa Bier: Das ist ja eigentlich eine, auch eine Art präventiv vorsorgen, weil ja Geld natürlich auch in Gesundheitsfragen später irgendwann immer wahrscheinlich eine Rolle spielen wird, oder? Gerade mit unserem Gesundheitssystem.

 

Lara Vadlau: Ja, voll, du sagst es. Also jetzt, wo ich im Krankenhaus arbeite, dann, da war es so: Okay, fangt bitte früh an.

 

Lara Vadlau: Erstens mit dem Investieren in Geld, zweitens mit dem Investieren in eure [00:26:00] Gesundheit. Je früher du anfängst, desto besser ist es. Je früher du aufhörst zu rauchen, desto besser ist es. Also da-

 

Anna-Lisa Bier: Oder gar

 

Lara Vadlau: nicht

 

Anna-Lisa Bier: anfangen.

 

Lara Vadlau: Ja genau, bitte im besten Fall gar nicht anfangen, aber es ist nie zu spät. Das möchte ich damit sagen und beim Investieren ist es auch nie zu spät, aber je früher du machst, desto besser ist es dann in der Zukunft und genau das Gleiche ist in der, in der Gesundheit.

 

Anna-Lisa Bier: Du bist, [00:26:20] ähm, eben Sportlerin, du bist Ärztin. Was du auch gerne sein würdest oder eigentlich eh auch bist, ist ein Vorbild. Ähm, was würdest du jetzt jemandem, der gerade zuhört, ähm, und gerne anfangen möchte, mit Investieren noch raten? Einfach anfangen und was noch?

 

Lara Vadlau: Ich würde echt sagen, einfach anfangen, äh, die drei besten [00:26:40] oder größten ETFs heraussuchen, die es gibt, weil wirklich, da kann man wirklich fast nichts falsch machen.

 

Lara Vadlau: Also Risiko ist nie bei null, aber das ist der einfachste Weg anzufangen. Ein, einen Sparplan aufsetzen, der jedes Monat oder jedes Quartal abgebucht wird. Und ich glaube, es gibt ja schon Sparpläne ab zwanzig Euro oder so. Das heißt zwanzig, fünfzig oder was auch [00:27:00] immer das Geld, was man zur Verfügung hat, was man vielleicht sonst für dumme Sachen ausgibt oder nicht so sinnvolle Sachen, so wie ich, denkt euch: „Okay, da hätte ich jetzt, äh, weiß ich nicht, äh, das Essen für Ungesundes ausgegeben.

 

Lara Vadlau: Fünfzig Euro bam, haue ich schon in meinen Sparplan rein. Und das sind so gewisse Kleinigkeiten, die man echt machen kann [00:27:20] und je früher man das macht, desto besser ist es.

 

Anna-Lisa Bier: Ich hab noch eine Abschlussfrage: Was bedeutet für dich persönlich, safe zu sein, auch beim Investieren?

 

Lara Vadlau: Ähm, ja eben, wenn man's Risiko so weit wie möglich minimieren möchte, dann würd ich halt wirklich in Sparpläne, ETFs investieren.

 

Lara Vadlau: Wenn man ein bisschen gambeln möchte in Aktien, [00:27:40] ähm, dann gibt's Aktien, die risikofreudiger sind und Aktien, die echt relativ sicher sind. Langjährige Unternehmen, wo die Zukunft auch noch prickelnd ausschaut. Und genau, ich würd mal überlegen, ob ich mein ganzes Geld auf der Bank lass oder lieber woanders hingeb.

 

Lara Vadlau: Das ist auch noch zum Thema Sicherheit.

 

Anna-Lisa Bier: Und für dich [00:28:00] persönlich, also was gibt dir dieses Sicherheitsgefühl, wenn du jetzt an, an, ans Investieren denkst? Oder warum machst du's eigentlich? Was bedeutet dann diese, das Wort safe?

 

Lara Vadlau: Ähm, mir gibt's eine Sicherheit, weil ich weiß, jeden Monat kommt ein bissl was dazu, weil die Rendite ist einfach so und du kannst ein bissl Geld rausholen [00:28:20] und ich denk mir: „Herst, nur weil ich mir bissl zehn Minuten mit dem Thema beschäftig, führt das dazu, dass ich jeden Monat ein bissl mehr Geld hab.

 

Lara Vadlau: Also was Sicheres kann man eigentlich gar nicht machen, find ich persönlich.

 

Anna-Lisa Bier: In diesem Sinne, äh, lass ich das mal so stehen. Äh, Lara, ich danke dir sehr, sehr herzlich für deine Einblicke und wünsche dir weiterhin viel Erfolg. [00:28:40]

 

Lara Vadlau: Danke dir.

 

Alex Wastl: Hallo Annalisa, willkommen zurück.

 

Anna-Lisa Bier: Hi Alex.

 

Alex Wastl: Ja, ähm, Olympiasiegerin, die Medizin studiert hat erfolgreich und ein Buch veröffentlicht. Ähm, Hakerl auf der Bucket List, oder?

 

Anna-Lisa Bier: Ja, so ich glaub, das hat man nicht alle Tage, dass man eine [00:29:00] Olympiasiegerin gegenüber sitzt. Ja.

 

Alex Wastl: Wie war's für dich?

 

Anna-Lisa Bier: Ja, es war echt sehr cool, weil sich diese, die Disziplin bei ihr durch ihr ganzes Leben gezogen hat, vom Sport hin bis zum Studium, aber auch im Finanziellen.

 

Anna-Lisa Bier: Und ich find, eine der Hauptsachen, die bei mir hängen geblieben ist, dass, ist, dass sie gesagt hat, dass es, äh, man nicht nur präventiv in der Medizin [00:29:20] denken sollte und an den eigenen Körper und in der Gesundheit, sondern auch im finanziellen Sinne. Das heißt, ähm, wichtiger als das Startkapital ist der Start.

 

Anna-Lisa Bier: Also dass man einfach anfängt. Genauso wie wenn man auf seinen Körper hört oder schaut. Ähm, das heißt, je früher man sich um seinen Körper und, und auch um sein Geld kümmert, desto besser ist es natürlich.

 

Alex Wastl: Ja, find ich auch. Also, ähm, zum, zum einen mal, dass das [00:29:40] Anfangen und nicht das auf die lange Bank schieben, aber auch gleichzeitig eben dieses Durchhaltevermögen dranzubleiben, auch den langen Horizont, ähm, vor Augen zu haben.

 

Alex Wastl: Ich glaub, das ist, also kann ich mir vorstellen, das, wo, wo sich viele Menschen schwer tun, weil eben grad wenn's um Altersvorsorge geht, das ist noch so weit weg und man denkt sich: „Ja, hab ich ja noch ein paar Jahre oder wer [00:30:00] weiß, wird dann schon passen mit der Pension oder ich werd schon gesund sein." Ja.

 

Alex Wastl: Ähm, ist viel Konjunktiv dabei und Ich glaub, sie, äh, also was, was ich so cool find bei ihr ist diese Selbstbestimmung, ja. Ähm, es geht um Freiheiten, aber Freiheiten kommen halt auch, ähm, mit, [00:30:20] also gehen einher damit, dass ich auch selbst die Verantwortung übernehm und, und mir das so schaffe, wie ich's gern haben möcht und nicht, äh, ähm, mir das von außen oder, oder auf, auf das verlasse, was mir zum Beispiel vielleicht der Staat gibt an Gesundheitsvorsorge oder bei der Pension, sondern ich sag: Ich will das im Alter haben, ich möcht persönlich vorsorgen, muss ich selber die Verantwortung übernehmen, dann hab ich auch die Freiheiten später, [00:30:40] ja.

 

Alex Wastl: Und, und diese Selbstbestimmung, das, das fand ich auch ganz cool bei ihr.

 

Anna-Lisa Bier: Ich fand's bei ihr auch insofern cool, weil sie hat mir ja erzählt, wie viel solche Boote kosten und dass man da eigentlich rotieren muss. Also das heißt, dass man mehrere Boote braucht. Das heißt, ähm, wenn du Sportlerin bist, hast du vielleicht da den Fokus drauf, dass du das beste Equipment hast und dass du da am besten ausgerüstet bist.

 

Anna-Lisa Bier: Aber dass sie dann auch gleichzeitig den [00:31:00] Gedanken daran hat: Okay, längerfristig, wie schaut's denn da aus? Find ich eigentlich sehr beachtlich, weil ich glaube, grade als Sportler kannst du dich sehr in deiner aktuellen Leistung verlieren und in dem Streben, dass du da am besten bist. Dass sie aber dann gleichzeitig auch s-so langfristig denkt, war für mich echt, ähm, sehr interessant zu hören.

 

Alex Wastl: Ja, das kann ich da nur beipflichten.

 

Anna-Lisa Bier: Ähm, auf [00:31:20] alle Fälle hat sie ja dann auch ein Studium begonnen. Also sie hat Medizin studiert, was auch ein Wahnsinn ist nebenbei quasi so. Ähm, und was ich da auch spannend fand, war, dass sie gesagt hat, ja, äh, es hätte sie auch Sportwissenschaft interessiert und da hat sie aber mit ihrem Vater dann quasi beschlossen, ja, sie sollte am besten Medizin studieren, weil da die Gehaltschancen oder die Gehälter einfach höher [00:31:40] sind als bei der Sportwissenschaft.

 

Anna-Lisa Bier: Find ich auch spannend, dass sie das so gemacht hat und dann aber auch einfach eben Medizin auch noch komplett durchgezogen hat, während sie sich auf Olympia vorbereitet hat.

 

Alex Wastl: Ja, also Wahnsinn und da kommt wieder das Thema eben Durchhaltevermögen oder, oder, äh, Willenskraft, ähm, zum Tragen und, und das ist, ähm, also [00:32:00] im Sport ja auch so die, die, du siehst ihre Leistungen im Fernsehen oder die, die Medaillen, aber das, was halt dahinter steckt, äh, an, an persönlichem Commitment oder eben auch an Equipment, das sieht man dann als, als neutrale Zuschauerin, neutraler Zuschauer eher selten, ja.

 

Alex Wastl: Beim Investieren ist es ähnlich, ja. Also es ist auch kein Sprint, nicht nur das, das, [00:32:20] was, was dann sozusagen ist, ist Konto einmalig anzeigt, sondern das ist das Durchhalten über viele Jahre und dann wirst du auch belohnt.

 

Anna-Lisa Bier: Also auch die Angst vor den Verlusten hat sie ja angesprochen. Ich glaub, beim Sport oder bei ihrem beim Segeln ist das eine sehr, sehr wichtig, diese Kopfsache.

 

Anna-Lisa Bier: Bei ihren Investments hat sie's ja eigentlich auch angesprochen. Magst du da noch irgendwas dazu sagen kurz?

 

Alex Wastl: Ja, also [00:32:40] ich glaub, das ist ... Das, also das, das hat j-jeder oder jede Investorin, ja. Dieses, ähm, es ist ja logisch, ja, man investiert Geld. Äh, tendenziell würd ich sagen, je mehr du investierst, desto größer ist die Angst, äh, das zu verlieren, ja.

 

Alex Wastl: Mit kleinen Beträgen tut man sich vielleicht leichter. Ähm- [00:33:00] Was, was halt Sache ist, ähm, solang du jetzt, wenn, wenn man jetzt von einem ETF spricht oder auch von 'ner Aktie zum Beispiel, ähm, der Verlust ist ja erst da, wenn du's realisierst. Also wenn du dann tatsächlich sagst: „Okay Das wird mir jetzt zu rot.

 

Alex Wastl: Ich verkaufe jetzt und realisiere das und dann habe ich [00:33:20] wirklich, ähm, sozusagen den, den Preis, den ich gezahlt hab für, für diese Anlageprodukte, ähm, unterboten. Ähm, solange ich den realisier, ist das halt einfach eine Zahl und, äh, es stimmt schon, man kann jetzt nicht sagen, man kann alles einfach per se aussitzen, ja.

 

Alex Wastl: Und wenn eine Aktie tief rot ist, dann, dann [00:33:40] wird das automatisch sicher. Wenn ich jetzt zehn Jahre warte, ist die sicher wieder grün. Wahrscheinlichkeit ist wahrscheinlich hoch, aber es ist bei Einzeltiteln grad der Fall, ja. Ein Unternehmen kann eben vielleicht im schlimmsten Fall in Konkurs gehen, nicht mehr zahlungsfähig sein, die Aktie wird wertlos, ja.

 

Alex Wastl: Das kann schon sein, aber da sind wir wieder beim Thema Diversifizieren oder das, was halt zum Beispiel ETFs bieten. Du bist ja da [00:34:00] in hunderten, tausenden Unternehmen investiert. Und ich mein, was wär, was wär da jetzt vor allem auf 'n langfristigen Anlagehorizont, ähm, bezogen, was würde denn das bedeuten, wenn du jetzt sagst, du investierst 20 Jahre lang in tausende Unternehmen und in 20 Jahren ist das noch immer [00:34:20] rot.

 

Alex Wastl: Was würd das realistisch bedeuten? Also da hätt'n wir ganz andere Probleme als, als dass dein persönliches Portfolio jetzt nicht funktioniert hat, sondern es würd bedeuten, dass sich alle diese tausenden Unternehmen in 20 Jahren nicht mehr erholt haben, ähm, was das alles auch mit sich bringt, ja. Keine Arbeitsplätze mehr etc.

 

Alex Wastl: Also da hätt'n wir ganz andere [00:34:40] Sorgen. Ein sehr unrealistisches Szenario. Also wenn man von Wirtschaftswachstum ausgeht, dann kann man davon ausgehen, dass dieses breit gestreute Weltportfolio über einen langen Zei-Zeitraum, das muss funktionieren, sonst haben wir eine Menschheits-, äh, Existenzkrise, ja.

 

Anna-Lisa Bier: Ähm, ich glaub, dieser, ja eigentlich ist es jetzt [00:35:00] optimistisch, wenn man so sagen kann, den hat sie auch mit dabei und ich glaub, sie, sie ist einerseits ehrgeizig, aber auch optimistisch.

 

Anna-Lisa Bier: Und ja, alles in allem, äh, würd ich eigentlich sagen, dass dieses Gespräch mir mitgegeben hat, dass wir sowohl in uns selber investieren sollten, aber auch an die, ähm, finanzielle Fitness, wenn man so sagen darf, denken sollten. [00:35:20] Ähm, hast du noch irgendetwas dem hinzuzufügen, Alex?

 

Alex Wastl: Ja, also was vielleicht noch da abschließend an das, was du gesagt hast, ja.

 

Alex Wastl: Also es ist so, ähm, sie hat ja dann so gesagt: „Ja, wenn man ins Krankenhaus geht, ist, ist meistens schon zu spät." Also da geht's hoffentlich nur um-- Also man hätt's anders lösen können, unsere Ärztinnen und Ärzte und Gesundheitswesen, wir haben ja ein tolles Gesundheitssystem. Da [00:35:40] w-- Also es ist hoffentlich nicht immer zu spät, aber was sie meinte, ist, ähm, man hätt's einfach mit einem viel leichteren Weg, äh, vorher schon in Griff bekommen können.

 

Alex Wastl: Das ist eben im Gesundheitsbereich oft, was sie a-auch angesprochen hat, Ernährung et cetera. Und, ähm, bei der finanziellen Situation ist einfach, ähm, das selbst in die Hand [00:36:00] nehmen, vorsorgen und dann hat man später einfach mehr Spielraum.

 

Anna-Lisa Bier: Ja, in diesem Sinne schließen wir diese Folge eigentlich ab. Ich danke dir wieder, Alex, dass du mir wieder gegenüber gesessen bist und dass wir diese Folge nachbesprochen haben.

 

Anna-Lisa Bier: Ich danke euch allen draußen fürs Zuhören. Ihr könnt unseren Podcast auch sehr gerne abonnieren, um zukünftig keine Folgen zu verpassen.

 

Alex Wastl: Genau, auch da lohnt [00:36:20] sich regelmäßig dranbleiben.

 

Anna-Lisa Bier: Perfekt, super. Danke dir, Alex und bis zum nächsten Mal.

 

Alex Wastl: Bis zum nächsten Mal. Ciao.

 

Alex Wastl: Das war Safe! [00:36:40] Stories übers Investieren.

 

Anna-Lisa Bier: Die Inhalte dieses Podcast dienen ausschließlich der Information und stellen keine Anlageempfehlung dar. Wer weiß, wie man mit Chancen und Risiken umgeht, kann seine finanzielle Zukunft bewusst selbst gestalten.

 

Alex Wastl: Wenn dir diese Folge gefallen hat, dann bewerte sie gerne in deiner Podcast-App und teile sie mit deinen Freundinnen und Freunden.[00:37:00]

 

Anna-Lisa Bier: Dieser Podcast ist Teil der Initiative "Beteilig dich" der Wiener Börse. Mehr Infos dazu findest du online unter wienerbörse Punkt at Slash beteilig-dich sowie auf Instagram, TikTok und YouTube im Profil der Wiener Börse.

 

Alex Wastl: Danke fürs Zuhören.

 

Anna-Lisa Bier: Bis zum nächsten [00:37:20] Mal.