Alexavius – Model, Influencer und Modesammler – erzählt, wie er schon mit 15 Jahren gelernt hat, sein Geld selbst zu verdienen und gezielt zu reinvestieren. Er setzt auf eine Mischung aus fondsgebundener Vorsorge, ETFs, Gold und Vintage-Designertaschen als Wertanlage. Im Anschluss diskutieren Anna-Lisa und Alex, warum Emotionen beim Investieren gefährlich werden können und was Handtaschen mit Liquiditätsrisiko zu tun haben.
Alexavius, bekannt aus der letzten Staffel von Germany's Next Topmodel, spricht offen über seinen Weg mit Geld – von der Kindheit mit einer alleinerziehenden Mutter über die ersten Euros in der Friseurausbildung bis hin zu Modelgagen, Steuerberatern und ungewöhnlichen Investments. Er erklärt, warum er Designerhandtaschen als Wertanlage sieht, welche Rolle ETFs und Gold in seinem Portfolio spielen und weshalb er finanzielle Unabhängigkeit für das Wichtigste überhaupt hält.
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Kapitelmarken:
[00:00] Intro & Willkommen
[00:37] Begrüßung von Alexavius
[01:22] Aufwachsen mit einer alleinerziehenden Mutter
[02:46] Privatschule & der erste Blick auf Geld
[04:27] Erste Jobs mit 15 & das Mindset des Reinvestierens
[07:50] Karl Lagerfeld & die Kunst, Geld arbeiten zu lassen
[08:03] Acht Jahre Content & unternehmerisches Denken früh entwickelt
[08:33] Germany's Next Topmodel: Was kostet die Show wirklich?
[09:47] Modelgagen, Buyouts & was man als Model verdient
[12:58] Investment in Personal Brand & Outfits als Karriere-Tool
[15:06] Handtaschen als Wertanlage – Birkin, Dior, Louis Vuitton
[20:38] Finanzielle Vorsorge: ETFs, Gold & fondsgebundene Versicherung
[22:46] Investieren vs. Spekulieren: Warum Alexavius lieber sicher geht
[24:42] Über Geld reden – warum es immer noch ein Tabu ist
[27:32] Finanzielle Freiheit & der Wert, auf niemanden angewiesen zu sein
[30:47] Abschlussfrage: Was bedeutet „safe" beim Investieren?
[32:14] Nachgespräch: Emotionen & Liquiditätsrisiko bei Nischen-Assets
[37:14] Aktienmarkt vs. Nischen-Investments – Chancen und Risiken
[39:03] Fazit & Verabschiedung
Anna-Lisa: [00:00:00] Willkommen bei Safe. Stories übers Investieren.
Alex: Das ist der Podcast der Wiener Börse für alle, die sich beim Thema Geldanlage noch nicht ganz sicher fühlen.
Anna-Lisa: Deshalb holen wir Menschen vors Mikro, die offen über ihre Erfahrungen sprechen. Über ihre ersten Investments.
Alex: Über Fehler, Aha-Momente [00:00:20] und darüber, was sie heute anders machen würden.
Anna-Lisa: Wir sind Anna Lisa Bier.
Alex: Und Alexander Wastl. Wir finden, über Geld sollten wir viel öfter und viel offener sprechen.
Anna-Lisa: Ich würde sagen, das machen wir jetzt direkt und jetzt geht's los.
Anna-Lisa: Hallo und herzlich willkommen zu Safe [00:00:40] Stories übers Investieren. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt. Mein Name ist Anna-Lisa und gegenüber von mir sitzt der Alex. Hi Alex, schön, dass du da bist.
Alex: Hi, freut mich.
Anna-Lisa: Heute ist Alex Xavius bei mir zu Gast. Er ist dreiundzwanzig Jahre alt, kommt aus Graz und ist durch die letzte Staffel von Germany's Next Topmodel bekannt geworden.
Anna-Lisa: Ich spreche mit ihm darüber, ob Germany's Next [00:01:00] Topmodel seine Modelkarriere und seine Ansichten in Geldfragen verändert hat und ich frage ihn, ob finanzielle Vorsorge in Mode ist. Ja, hallo Alexavius. Ich freue mich sehr, dass du da bist.
Alexavius: Ja, danke schön, dass ich hier sein darf. Hallo.
Anna-Lisa: Ich möchte zu Beginn über die Zeit reden, äh, bevor die Menschen dich im letzten Jahr durch Germany's Next [00:01:20] Topmodel kennengelernt haben.
Alexavius: Ja.
Anna-Lisa: Wie bist du denn mit Geld aufgewachsen und welche Einstellungen hast du zu Geld von zu Hause mitbekommen?
Alexavius: Ich muss ja sagen, mein Verhältnis zu Geld ist ab und zu bisschen merkwürdig. Also ich bin ja aufgewachsen, äh, also meine Mama war alleinerziehend und ich bin mit meiner Mutter, mit meiner Schwester aufgewachsen.
Alexavius: Das heißt, mir hat's grundsätzlich nie an irgendwas gefehlt. Also meine [00:01:40] Mama hat sich auch die größte Mühe gegeben, aber natürlich war jetzt nie super, super viel, äh, Geld im Haus. Und also es war mir auch immer sehr bewusst und gerade auch in der Schulzeit, also ich bin in 'ner, ich hatte den Luxus quasi, dass meine Mutter das ermöglicht hat, dass ich in der Privatschule eben Bildung genießen durfte.
Alexavius: Und da hab ich dann natürlich schon so gemerkt: „Aha, okay, also so wachsen irgendwie andere [00:02:00] Leute auf." Und ich hatte immer so diesen Ansporn und viele, glaub ich, deklarieren das als was Negatives oder Oberflächliches. Ich hatte immer diesen Ansporn, dass ich irgendwie auch mal irgendwie mehr Geld verdienen möchte, auch damit ich irgendwie meiner Familie auch irgendwie was ermöglichen kann oder mir selber auch.
Alexavius: Und deswegen hatte ich immer schon dieses Gefühl von: „Okay, ne, ich muss jetzt hier selber was machen, ich [00:02:20] muss es selber ein bisschen in die Hand nehmen", und hab dann auch 'ne Ausbildung dann gemacht und da hatte ich so den, zum ersten Mal so den Kontakt zu Geld überhaupt. Also wie ist es, selber Geld zu verdienen?
Alexavius: Ich war 15 damals und mit 15 hast du ja auch, ja, gar keine Relation zu Geld irgendwie. Also wie viel ist Geld? Was kosten die Sachen? Das hast du null Gefühl dafür. Und das heißt, ich [00:02:40] hab da erst mal wirklich gebraucht, um mich da so'n bisschen einzufinden. Wie spart man, ne? In was steck ich Geld, ne? Ja.
Anna-Lisa: Ähm, bei einer Privatschule ist ja, glaub ich, auch immer dieses Klischee, dass da halt eben dann die Menschen sind, die viel Geld besitzen und dann dementsprechend auch, weiß ich nicht, vom Kleidungsstil und so weiter, ähm, da ganz anders sind als vielleicht in anderen Schulen.
Anna-Lisa: Hast du da dann auch einen Druck [00:03:00] mitbekommen, dass du dich da anpassen musst, oder?
Alexavius: Ich muss sagen, Druck hatte ich gar keinen. Also da muss ich schon auch sagen, also Shoutouts an die ganzen Eltern, die haben die Kinder, find ich, wirklich gut erzogen, weil ich hatte wirklich nie irgendwie das Gefühl, dass sie das auch für selbstverständlich genommen haben.
Alexavius: Also ich glaube, da kann man schon natürlich von Privilegien sprechen, dass manche Leute privilegierter sind [00:03:20] als andere. Das ist nun mal einfach so. Das kann man auch nicht abstreiten. Nur ist, find ich, immer die Frage: Wie wird damit umgegangen, ne? Also wenn du dir dessen bewusst wirst, dann ist es auch vollkommen okay.
Alexavius: Und ich bin auch, ich ha-- eine Sache, die hatte ich nie und die hat mir meine Mutter auch immer beigebracht: Man soll nie auf irgendjemanden neidisch sein. Also ich finde, Neid ist ja 'n Riesenproblem, das wir noch immer in der Gesellschaft haben. Sobald einer mehr hat als der [00:03:40] andere, gönnt man es dem einen nicht und das hatte ich zum Glück nie.
Alexavius: Also ich hab mich immer für jeden gefreut und ich hab das immer so als Ansporn genommen. Ich dachte mir, wenn ich irgendwo draußen 'n cooles Auto auf der Straße gesehen hab, dachte ich mir so Was muss ich dafür machen, dass ich vielleicht auch mal so ein Auto fahren kann?
Anna-Lisa: Also du hast es eigentlich als Ansporn dann gesehen.
Alexavius: Absolut, absolut.
Anna-Lisa: Okay, das ist aber eigentlich echt cool, weil ich glaube eben, sehr viele verfallen eben in diesen Neid, wie du schon [00:04:00] gesagt hast, und denken sich dann: „Man gönnt ihm das nicht", oder „Wie kann das sein, dass die oder die dazu kommen?", und so weiter. Ähm, aber das heißt, mit deinen, mit deiner Mama und mit deiner Schwester ist es dann eigentlich so gewesen, ihr habt's eigentlich alles gehabt im Leben im Prinzip.
Anna-Lisa: Das heißt, es war dann auch vom Geld her nie jetzt die Frage: „Okay, äh, man kann sich das nicht leisten", oder wie auch immer. Also vom Aufwachsen her, das war dann eigentlich [00:04:20] auch
Alexavius: Also klar, das m-muss man natürlich auch differenzieren. Also für was dein Geld da war und was nicht, da muss man natürlich auch gucken.
Alexavius: Also es war jetzt nie im Übermaß definitiv jetzt da. Also natürlich hat sie das schon immer gut selber gemanagt auch irgendwie und hat das auch irgendwie hinbekommen, was ich mich noch immer frage, ne, wie das irgendwie so funktioniert. Weil natürlich, ne, du steckst dein Kind in der Privatschule, das muss natürlich alles [00:04:40] bezahlt werden.
Alexavius: Deswegen war ich auch dann trotzdem froh, dass ich dann angefangen hatte zu arbeiten, dass ich meine Hobbys mir auch selber finanzieren konnte. Ich hab dann ja früh angefangen mit Make-up und Co. und war in diesem Bereich, äh, Video und Produktion ja schon super früh interessiert, aber ist natürlich auch verbunden mit sehr viel Kosten.
Alexavius: Also das kostet dann natürlich auch alles sehr viel. Wenn du sagst, du möchtest auf einmal eine Kamera oder du möchtest dieses, du [00:05:00] möchtest jenes. Und da wusste ich, okay, wenn ich das haben möchte, dann musst du auch selber dafür arbeiten. Und im Endeffekt bin ich im Nachhinein sehr, sehr dankbar dafür, weil ich glaube, sonst hätte ich jetzt dieses Mindset nicht, dass alles, was ich möchte, mir auch wirklich erarbeiten muss und mir bis jetzt auch erarbeitet habe.
Anna-Lisa: Mhm.
Alexavius: Und ich finde, das sollte man jedem Kind auch so 'n bisschen mitgeben.
Anna-Lisa: Das heißt, dass deine Mama dir dann eigentlich schon ein Vorbild auch da [00:05:20] in dem Sinne war eigentlich, oder? Wenn sie das alles so geschafft hat, dass sie das als Alleinerziehende euch alles irgendwie bieten kann, da kann man ja dann eigentlich extrem viel davon mitnehmen, oder als Kind.
Alexavius: Definitiv, ja. Also absolut. Vor allem, als ich dann irgendwie neu zu Geld gekommen bin, was ja damals nicht viel war. Also ich war damals in der Friseurausbildung. Was hab ich da damals verdient? Vielleicht 400 Euro oder so, ne. Das ist jetzt nicht [00:05:40] viel, aber für jemanden, der 15 ist, hast du auf einmal 400 Euro im Konto.
Alexavius: Für dich, ja. Da denkst du so: „Wow, oh mein Gott, ich kann mir jetzt die Welt davon kaufen." Ja. Das ist da der erste Gedanke. Und dann lernst du aber so kennen: Boah, das kostet so viel. Boah, das ist so teuer. Und deswegen hat's mich dann noch mehr gewundert. Also wie ging das denn? Also 'ne, die Wohnung musste bezahlt werden, Lebensmittel, das alles.
Alexavius: Also es war verrückt. Das war natürlich vor der großen [00:06:00] Inflationskrise, also vor Covid und Co. Aber definitiv, ja.
Anna-Lisa: Und, also ich glaube, ich hab nachgeschaut bei deiner Instagram-Seite, du hast 2017 deinen ersten Instagram-Beitrag gepostet. Ähm, und da war eigentlich auch immer, wie du schon gesagt hast, der Fokus auf Make-up.
Alexavius: Mhm.
Anna-Lisa: Ähm, du hast eh auch gerade angesprochen, es sind dann schon auch Kosten damit verbunden, dass du das alles wirklich so, äh, posten kannst und was weiß ich nicht alles. [00:06:20] Also hast du's damals dann schon so gesehen, dass man auch eine Karriere darauf aufbauen kann? Oder war das dann eher so, okay, es ist dein Hobby, du möchtest es machen, aber du hast ja dann schon gecheckt, dass da Kosten auch dabei sind.
Anna-Lisa: Also musstest du dann ja auch irgendwie gedacht haben, okay, du möchtest auch irgendwie wieder Geld reinbringen, oder?
Alexavius: Ich muss schon sagen, den Gedanken hatte ich schon auch sehr früh, also so 'n unternehmerischen Gedanken.
Anna-Lisa: Mhm.
Alexavius: Ähm, auch wenn ich sehr jung war, ich [00:06:40] hatte ganz viele Leute als Vorbilder. Also Social Media, der Bereich, der hat ja vielen von uns irgendwie neue Möglichkeiten eröffnet, ähm, von dem, was man natürlich lernt, sich an Skills aneignen kann online, aber auch Leute, die man als Vorbild irgendwie nehmen kann.
Alexavius: Und da gab's schon ganz viele Creator, wo ich mir dachte: Ey, die können mit dem, was sie eben so lieben, wirklich auch Geld verdienen. Und natürlich war da auch mein Gedanke: Okay, wenn ich jetzt Summe [00:07:00] XY hier reinstecke und ich hab wirklich alles, was ich hatte, eigentlich reingesteckt in, ich hab mir die ersten Softboxen geholt, damit das Licht irgendwie besser ist, ja.
Alexavius: Ich hab mir 'n bisschen besseres Make-up geholt, dass ich das irgendwie auch besser übe. Und hab ich mir dann gedacht: „Okay, und wie schaff ich's jetzt, dass irgendwie wieder Geld reinkommt?" Und dann dacht ich mir: „Okay, ich versuch jetzt einfach mal Instagram, da irgendwie was zu machen", und hab dann auch angefangen, äh, nebenbei so'n [00:07:20] bisschen, A, weil ich was, äh, lernen musste natürlich auch in meiner Ausbildung.
Alexavius: Dann hab ich paar Hochzeiten gemacht nebenbei, war 15, war auf den ersten Hochzeiten unterwegs oder hab Leute geschminkt irgendwie. Also immer so'n Side Hustle quasi gehabt, weil ich mir dacht: „Okay, und das Geld kann ich dann dir nehmen und dann wieder reinstecken." Also der Gedanke von Investieren und Reinvestieren, das hat schon früh auch angefangen bei [00:07:40] mir, weil ich wusste, okay, ich hatte auch immer 'n Vorbild, das war Karl Lagerfeld und der hat ja den ganz berühmten Satz gehabt: „Ähm, du musst das Geld aus'm Fenster werfen, damit's zur Tür wieder reinkommt."
Alexavius: Und das stimmt ja wirklich. Also es bringt dir nichts, wenn du irgendwie Geld verdienst und du bleibst nur drauf sitzen die ganze Zeit. Ja, das wird nicht mehr, S-Spoiler.
Anna-Lisa: Das ist schon mal ein guter Punkt, ja, den nehmen wir schon mal mit. [00:08:00] Ähm, ich find das, äh, wirklich sehr beeindruckend, weil du bist jetzt 23.
Anna-Lisa: Das heißt, das ha-- machst du ja dann trotzdem schon so'n paar, so acht Jahre, ähm, was wirklich beachtlich ist, weil ich glaube, dass viele Menschen oder viele junge Menschen eben erst grade jetzt mit 23 oder Anfang 20 eigentlich draufkommen. Ähm, das heißt, das ist, äh, schon mal für mich schon so ein bisschen so der Takeaway.
Anna-Lisa: Das ist schon mal sehr, sehr beachtlich. Ähm, ich möcht jetzt [00:08:20] eigentlich auch noch kurz auf Germany's Next Topmodel zu sprechen kommen. Durch, äh, die Show kennen wir dich ja eigentlich jetzt mittlerweile. Wie hat sich da dann das Verhältnis für dich zu Geld verändert?
Alexavius: Ich muss sagen, da, also als ich angefangen hatte, die Show zu drehen, war ich definitiv schon angekommener.
Alexavius: Weil wenn wir jetzt so 'n bisschen zurückspulen nur, ich hab angefangen als Friseur, [00:08:40] dann hab ich inzwischen im Kino gejobbt, ähm, so nebenbei. Dann hab ich inzwischen mal gekellnert. Dann bin ich in die Finanzbranche selber so 'n bisschen reingeschlittert und war in der Versicherung tätig. Das heißt, da hatt ich auch die ersten Berührungspunkte schon mit, okay, wie legt man Geld an, äh, was ist es überhaupt?
Alexavius: Und dann hat's ja angefangen, dass ich gesagt hab, okay, ich [00:09:00] riskier jetzt irgendwie alles, setz alles auf eine Karte, mach das, was mir Spaß macht und bin dann ja in den Bereich Videografie wirklich Fulltime gegangen auch. Und da hatt ich definitiv schon 'nen besser bezahlten Job, sag ich jetzt mal. Das heißt, mein, meine Relation zu Geld war so oder so schon 'ne andere und ich bin entspannter in das Ganze rein, weil ich wusste, okay, ich hab schon die gewisse Rücklage.
Alexavius: Weil eine Sache muss man auch [00:09:20] sagen, GNTM kostet auch. Auch wenn man dafür nichts bezahlen muss, du kannst dich ja gratis bewerben, aber das kostet dich natürlich auch was. Du kannst Monate nicht arbeiten. Viele haben oder müssen dadurch ihren Job irgendwie verlieren. Ich hatte oder den Job verlassen, sorry.
Alexavius: Ich hatte das Glück, dass ich 'nen Arbeitgeber hatte, der es, ja, wirklich verstanden hat. Das heißt, ich hab, wir haben das irgendwie auf Biegen und [00:09:40] Brechen irgendwie geschafft, rüberzubringen mit Urlaub, unbezahlter Urlaub, Freistellung einfach irgendwie. Aber natürlich geht dir da auch Geld flöten.
Anna-Lisa: Ja, allein mit der Zeit, die man dann währenddessen arbeiten kann, allein dass man sich das rausnehmen kann oder in dem Fall will, ähm, ist ja das eine.
Anna-Lisa: Du hast dir bei Germany's Next Topmodel auch einige Jobs abgesahnt. Ähm, wie kann man sich das [00:10:00] vorstellen? Äh, kriegt man da dann Gehalt für diese Jobs? Oder ist das dann eher, dass das dann einfach quasi im, innerhalb der Show, äh, passiert?
Alexavius: Ähm, ich glaube, das behandeln die selber auch ganz transparent. Ich glaub, Heidi hat's auch dieses Jahr in der Show jetzt auch noch mal gesagt.
Alexavius: Ähm, die freut sich ja auch drüber, weil's bei uns dann quasi Katsching macht. Ähm, das heißt, wir werden schon für 'nen [00:10:20] Job, den wir in der Show ergattern, auch bezahlt wie 'n Model. Definitiv. Sollte eh so sein, denke ich, ja. Genau, also es ist auch, theoretisch müssen sie's ja nicht machen. Also die könnten ja auch sagen, okay, wir machen das innerhalb der Show, ihr habt den Job ergattert, haha.
Alexavius: Aber tatsächlich werden wir, werden wir wirklich dafür bezahlt und das ist dann schon noch mal dann 'ne ganz andere Sache irgendwie, wenn du dann erfährst, okay, wie viel bekommt denn 'n [00:10:40] Model und was gehört denn da alles dazu? Und dann kommt das Buyout dazu und hiedi's das. Und wie wird Reichweite dann überhaupt, äh, bezahlt, auch im Nachhinein mit Kooperationen oder Jobs auch.
Alexavius: Und da bekommt man noch mal 'n anderes Verhältnis zu Geld irgendwie. Weil bis dato hattest du immer dieses Angestellten- und Arbeitgeberverhältnis irgendwie, wo du dich um nichts im Hintergrund kümmern musstest eigentlich. Und auf [00:11:00] einmal bist du in einer Situation, wo du 'n Steuerberater brauchst. Dann musst du dich irgendwie darum kümmern: Okay, ähm, so und so viel kann ich ausgeben theoretisch.
Alexavius: Dann brauche ich dafür noch ein Steuerkonto. Dann muss ich irgendwie hier meine ganzen Ausgaben sammeln, dass ich das in meine Steuererklärung reinpacken kann. Das sind dann 100.000 andere Sachen, um die du dir auf einmal Gedanken machen musst. Und
Anna-Lisa: es ist nicht so glitz und glamour dann [00:11:20] eigentlich.
Alexavius: Das ist gar nicht so glamourös, wenn man dann auf einmal so a-am, am Brunen sitzt zu Hause und irgendwie seine ganzen Rechnungen irgendwie zusammensucht und denkt: „Ah, was hab ich jetzt betrieblich ausgegeben?
Alexavius: Was war jetzt noch?" Und das ist ja jetzt von null auf 100 auf einmal gekommen. Also es ist jetzt nicht so, dass wir sagen: „Okay, im Laufe des letzten Jahres hat sich das so bei uns getan", sondern der Job ist passiert. Dann kommen die [00:11:40] ersten Buchungen danach, die ersten Kooperationen. Das heißt, es ist Schlag auf Schlag ging's jetzt wirklich.
Anna-Lisa: Ja, ich glaub, als Model muss man dann schon auch unterscheiden können, ob man davon leben kann oder eben nicht. Weil ich mein ja, deine Zeit bei Germany's Next Topmodel ist das eine, weil das dann danach, die was aufbaust darauf, ist ja dann noch mal eine Kunst an sich, finde ich. Ähm, ich mein, ich als persönlicher Germany's Next [00:12:00] Topmodel-Zuseherin würd mich natürlich interessieren, von welchen kann man irgendwas Konkretes sagen, was für Gagen da ausgezahlt werden?
Alexavius: Also es ist natürlich komplett von Kunde zu Kunde auch unterschiedlich, ne. Also was da bezahlt wird und vor allem, wie groß die Kampagne auch ist. Ist es 'ne Kampagne, wo du in Stores hängst, also wo ein Buyout bezahlt werden muss? Äh, welche Art von Kategorie ist es, ne? Manche Kategorien [00:12:20] werden irgendwie besser bezahlt als andere beispielsweise.
Alexavius: Ähm, aber das sind schon auf jeden Fall keine niedrigen Summen irgendwie, vor allem wenn man da zum ersten Mal irgendwie mit in Berührung steht. Also du hörst dann so 'ne Summe und bist dann so Ha, krass irgendwie.
Anna-Lisa: Erfährt man das danach dann eigentlich, nach der, äh, Kampagne, nachdem alles geshootet und so ist?
Anna-Lisa: Ja. Okay. Genau. Und dann kriegt man quasi [00:12:40] gesagt: „Okay, das ist jetzt das."
Alexavius: Genau, also das, das bekommst du dann dafür, weil natürlich, da sind viele Verhandlungen, die da auch im Hintergrund laufen, mit denen wir auch nix, äh, zu tun haben. Es gibt auch das Management, was sich da super um die Sachen natürlich kümmert.
Anna-Lisa: Mhm.
Alexavius: Darum, und das ist, das ist auch das Wichtige. Also was ich nur, glaub ich, jedem mitgeben kann, der irgendwie Model oder Influencer oder irgendwie Content Creator ist: Bin ich froh, dass ich beispielsweise einen guten Manager oder so. Also, [00:13:00] ich glaube, müsste ich selber verhandeln, was ich denn für 'ne Kooperation oder so was bekomme, dann wär das wirklich 'ne Nullnummer, sag ich ganz ehrlich.
Alexavius: Also was, wenn's ums Verhandeln geht, bin ich überraschend schlecht, weil ich, glaub ich, immer zu niedrig ansetze irgendwie. Ähm, deswegen bin ich da echt froh, dass, äh, da, dass es da das Management gibt.
Anna-Lisa: Mhm. Ich glaub, grade jetzt, ähm, für dich als Person ist es [00:13:20] natürlich dann auch besser, wenn man sich ein bisschen rausnimmt aus dem Ganzen und du machst dann einfach deinen Job.
Alexavius: Genau.
Anna-Lisa: Und der Rest ist dann im Hintergrund. Ich glaub, das ist eigentlich auch ganz, ganz gut so.
Alexavius: Genau, ist definitiv ein Geben und Nehmen. Ja. Aber es kommt natürlich auch mit anderen Verantwortungen dann irgendwie mit sich. Weil dann kommt natürlich die Frage: Okay, du bekommst jetzt Summe XY, was auch immer das jetzt sein mag, für welche Kooperation auch immer.
Alexavius: Okay, was machst du jetzt mit dem Geld? [00:13:40] Also du wirst es wohl wahrscheinlich nicht aufm Konto liegen lassen. Mhm. Das ist natürlich das Dümmste überhaupt. Ähm, aber in was investierst du's dann? Oder wie reinvestierst du's? Und grade wenn ich jetzt sage, okay, äh, mein Content, den ich mache, da ist mir Qualität schon sehr, sehr wichtig.
Alexavius: Das heißt, was natürlich viele nicht sehen, wenn irgendwie 'n Event ansteht oder so, oder ich hab 'n Booking, ist meistens immer jemand dabei, der meine Fotos macht, der Content, äh, [00:14:00] behind the scenes macht. Das muss ja auch alles bezahlt werden, ne. Dann hast du auch einmal 'n Flugticket mehr, dann Hotels müssen, müssen bezahlt werden, Equipment muss laufend bezahlt werden natürlich, klar.
Alexavius: Ähm, also da kommen viele Kosten. Und eine Sache, die Leute, glaub ich, auch unterschätzen Ich hab immer 'n anderes Outfit irgendwie an und natürlich, das macht mir Spaß und ich bin Modesammler.
Anna-Lisa: Ja.
Alexavius: Aber auch [00:14:20] okay, zu dem Event trag ich das Outfit und dieses und jenes. Also das sind alleine ja auch schon immense Kosten, also was da dann auf einen irgendwie einprasseln.
Anna-Lisa: Ja.
Alexavius: Oder zum Beispiel, ich hab jetzt auch 'n Buch geschrieben. 'N Buch schreibt sich nicht einfach und dann ist es irgendwie erhältlich, sondern das Cover muss designt werden, das Cover muss geshootet werden, Leute müssen dafür bezahlt werden, ja. Ja. Leute, die das Buch kontrollieren. Also da sind schon einige [00:14:40] Sachen dann, die dann so mit
aufkommen.
Anna-Lisa: Viele sehen immer dieses Endresultat. Ja. That's it. Drücken einmal auf ein Like, aber sie wissen absolut nicht, was dann teilweise da dahintersteckt. Absolut. Das wollt ich sowieso fragen, weil ich denk mir, ähm, so wie ich das jetzt mitbekommen habe, du weißt schon sehr gut, wie du mit deinem Geld umgehst.
Anna-Lisa: Und wenn ich dann eben diese Outfits und alles drum und dran seh, was ja da eigentlich zu deinem Job dazugehört, siehst du das dann eigentlich [00:15:00] dann als Investment in die Karriere?
Alexavius: Ja, definitiv.
Anna-Lisa: Okay.
Alexavius: Also ich bin, und das ist ja das Lustige, wenn's um, wenn's darum geht, Geld für mich auszugeben, wo ich weiß, das hat nichts mit meinem Job zu tun-
Anna-Lisa: Mhm.
Alexavius: -dann knause ich irgendwie und bin dann so: „Ach, vielleicht hol ich mir das nicht oder doch, auch wenn ich das könnte." Aber wenn's dann darum geht, okay, [00:15:20] ich muss jetzt, ähm, innerhalb von zwei Tagen 'n krasses Outfit zusammenstellen für 'n Event oder für 'n Booking oder so, kein Problem. Also da kenn ich dann irgendwie gar nix.
Alexavius: Und ich hab auch in der Vergangenheit, ich hab schon so viele dumme Sachen auch gekauft, ja, also wo ich mir jetzt denke, warum? Also finanzielle volle Nullnummern. Und ich glaube, das ist auch vollkommen okay. Das gehört auch dazu. Also ich glaube, Social Media lebt einem [00:15:40] immer vor, grade wenn man jung ist, man muss, äh, 'n Riesen-Investment-Portfolio haben, aber in welcher Welt ist das irgendwie realistisch, ne?
Alexavius: Also, äh, ich bin in 'ner sehr glücklichen Position, dass ich sagen kann, weil ich das einfach auch schon früh gelernt habe, grad weil ich auch in der Branche war, dass ich 'n bisschen für mich vorsorge auch so 'n bisschen und einfach dieses Denken, weil mir das auch Spaß macht. Also ich mach das ja nicht [00:16:00] aus Krampf, aber ich rechne einfach gerne durch, okay, in was könnt ich jetzt investieren?
Alexavius: Ähm, aber das ist ja nicht die Norm und das muss ja auch gar nicht so sein. Ich sage immer, gerade wenn man jetzt in dem Alter ist oder so, auch wenn man jetzt klein anfängt, das läppert sich dann über die Jahre. Und investieren ist ja kein Sprint, es ist ein Marathon.
Anna-Lisa: Das
Alexavius: stimmt
Anna-Lisa: allerdings. Und würdest du sagen, ich meine, du bist jetzt [00:16:20] 23 und eben Model Influencer, dass die Leute dich unterschätzen wegen deinem Alter zum Beispiel, dass sie sagen: „Okay, du bist ja eh noch so jung, äh, da ist mit Geld und wie du anlegst und so weiter.“
Anna-Lisa: Gibt's da so was auch oder wie wirst du da wahrgenommen?
Alexavius: Ich glaube, das mit dem Alter ist generell ein großes Problem. Also gerade jetzt in der heutigen Zeit haben ganz viele ein Riesenproblem damit, dass [00:16:40] junge Leute in 'nem gewissen Bereich einfach auch ein gewisses Know-how haben, was natürlich auch dem Internet zum Glück geschuldet ist.
Alexavius: Ähm, also man muss oft keine ewig lange Ausbildung machen, um in 'nem, in 'nem Bereich einfach sehr belesen zu sein, gerade was Social Media angeht. Make-up beispielsweise. Klar, ich hab's dann auch, ähm, in meiner Ausbildung gemacht, aber auch davor, also konnte ich schon einiges. Ähm, und [00:17:00] ich glaube, man wird sehr, sehr oft konfrontiert, dass eben Leute, die älter sind, immer meinen, sie wissen alles besser.
Alexavius: Und dann wird man oft konfrontiert mit „Der ist so jung, was will der mir jetzt noch erzählen irgendwie“, ähm, obwohl die gar nicht die Hintergründe irgendwie kennen.
Anna-Lisa: Aber deshalb find ich's eigentlich umso besser, dass du auch da bist, weil du eben den gleichaltrigen Menschen da draußen was mitgeben kannst.
Anna-Lisa: Ähm, weil ich finde einfach, dass man als junge Person eben [00:17:20] genau damit immer konfrontiert ist, dass man dann oft gesagt bekommt: „Okay, ja, jetzt, dann wird man, bekommt man von den älteren Personen die Ratschläge mit, was man, wie man sein Geld anlegen sollte.“ Und ich glaube eigentlich, dass man genau von, äh, gleichaltrigen Menschen hören sollte, wie sie's machen, die's schon so ein bisschen vorleben, würde ich sagen.
Anna-Lisa: Ähm, aber ich möchte eigentlich jetzt eh gleich mal zum Thema kommen: Wie legst du's denn an mit deinem Geld? [00:17:40]
Alexavius: Also wenn ich so die Timeline runtergehe, so das erste Mal, wo ich wirklich so mit Anlegen oder wirklich mit Investieren irgendwie so, ähm, so den Bezug hatte, war, als ich dann selber in der Finanzbranche dann eben war und dann so gemerkt habe, okay, die investieren in das.
Alexavius: Es gibt ja 100.000 Möglichkeiten, wo du irgendwie investieren kannst. Aber so mein erster Berührungspunkt war, ich wollte [00:18:00] was Safes, ganz Langfristiges machen irgendwie und hab dann 'ne fondsgebundene Absicherung einfach gemacht, 'ne Rentenvorsorge quasi. Da wusste ich, okay, ich muss selber nichts einzahlen, das wird mir abgebucht.
Alexavius: Ich hab nichts damit zu tun. Damit wird ganz gut gewirtschaftet, einfach a-auf langfristige Zeit gesehen.
Anna-Lisa: Okay.
Alexavius: Dann hab ich mich mehr mit, und mehr mit dem Thema eben beschäftigt und dann bin ich so auf das Thema so ETFs und so gestoßen, [00:18:20] ne. Was ist das überhaupt, ne? Wie kann man da irgendwie investieren?
Alexavius: Und bin da eigentlich auch auf Nummer sicher gegangen, weil man muss sagen, mit so den großen ETFs, äh, die man einfach kennt, ja, das ist jetzt ziemlich wenig Risiko, muss man sagen und es ist besser, als man lässt das Geld irgendwo einfach rumliegen. Ähm, da hab ich mich so 'n bisschen ausprobiert. Dann eine Sache, warum auch immer, das hab ich so bisschen aus meinem [00:18:40] Familienkreis von meinem Onkel so 'n bisschen, äh, mitbekommen irgendwie, der hat in Gold investiert.
Alex: Mhm.
Alexavius: Und Gold muss man auch sagen, das ist jetzt nicht so, dass du sagst, okay, du bekommst jetzt Zinsen vom Gold oder so, aber der Goldpreis ist meines Wissens nach in den letzten Jahren noch nie irgendwie gesunken. Also Gold wird immer mehr wert. Ähm, das ist so die eine Sache.
Anna-Lisa: Mhm.
Alexavius: Und die andere Sache, die man jetzt, jetzt [00:19:00] werden wahrscheinlich so viele die Augen da draußen überdrehen, aber ich bin ja auch ein Riesen-Handtaschensammler.
Anna-Lisa: Mhm.
Alexavius: Ich hab's schon gesehen, ne. Und ich glaube, viele unterschätzen tatsächlich, was für 'n Wert in Handtaschen irgendwie liegt, ne.
Anna-Lisa: Birkin und Co.
Alexavius: Absolut. Also das sind ja wirklich wandelnde Wertanlagen. Also ich benutz die Sachen dann auch tatsächlich gerne, aber ich hab auch so ein, zwei Stücke definitiv in meinem Kleiderschrank, die [00:19:20] ich mir eher für die Sammlung irgendwie geholt habe, die jetzt irgendwie beispielsweise alt sind oder Vintage, äh, zwei acht, zwei neun oder sogar noch davor.
Alexavius: Ich hab auch paar Stücke Aktenkoffer von ein paar Designern aus den späten 80ern oder Vintage-Krawatten, ne.
Anna-Lisa: Ja.
Alexavius: Ähm, das sind definitiv auch solche Dinge.
Anna-Lisa: Sehr cool. Äh, wie viele Taschen besitzt du denn?
Alexavius: Boah, das ist 'ne sehr, sehr [00:19:40] gute Frage tatsächlich, aber ich würde mal schätzen Also so Designertaschen würd ich sagen so sechs, sieben, acht Stück oder so.
Alexavius: Okay. Genau.
Anna-Lisa: Das, das läppert sich nämlich dann eh auch trotzdem.
Alexavius: Das läppert sich definitiv, ja.
Anna-Lisa: Und was, was für Marken? Also ich frag jetzt auch rein aus Interesse.
Alexavius: Also von bis, also ich muss sagen, meine Lieblingsmarken sind definitiv da so Dior-
Anna-Lisa: Mhm. -
Alexavius: oder [00:20:00] Louis Vuitton natürlich. Mhm. Das sind halt immer so Klassiker.
Alexavius: Mhm. Wobei man sagen muss, Louis Vuitton auch sehr modellabhängig. Also viele verlieren auch einfach unfassbar stark an, an Wert. Ja. Also die sind quasi nichts wert in zehn Jahren oder so. Aber grade wenn du dann auf so diese Vintage Pieces so 'n bisschen gehst, die jetzt irgendwie in den frühen 2000ern nur einmal released worden sind und die kannst du wirklich günstig dann auch ersteigern.
Alexavius: Also ich [00:20:20] bin 'n Riesenfan von Versteigerungen, Online-Versteigerungen oder so, ähm, oder Sachen pre-loved einfach zu holen, selber noch 'n bisschen aufzupolieren. Oder dieser eine Aktenkoffer, das ist 'n Fendi-Aktenkoffer, Spät 80er. Den hab ich, glaub ich, damals gekauft für, lass mich nicht lügen, ich glaub, ich hab den für 300 Euro bekommen.
Alexavius: Dann hab ich das Leder selber aufbereitet und Co. und der wird jetzt oft gehandelt für sechs, sieben, acht, [00:20:40] 900 Euro oder so, je nach Zustand online. Nice. Also das ist schon verrückt, was, ne,
Anna-Lisa: was
Alexavius: das auch für 'n Wert haben.
Anna-Lisa: Das ist eigentlich auch ganz cool, wenn man diese Investments dann ja sieht.
Alexavius: Mhm.
Anna-Lisa: Weil sonst zahlst du halt ein und so weiter.
Anna-Lisa: Ja. Und das ist halt auf der einen Seite das und dann hast du immer so die Handtaschen zu Hause stehen.
Alexavius: Ja.
Anna-Lisa: Das ist natürlich dann schon cool. Und wenn man sie selber tragen kann, ist natürlich auch besonders cool, oder? Aber das heißt, Birkin hast du noch keine?
Alexavius: Noch [00:21:00] keine. Ich sag immer zum Spaß in, in meinem Freundeskreis, Road to Birkin.
Anna-Lisa: Ja.
Alexavius: Road to Birkin, irgendwann früher oder später. Ja. Da dann, äh, das ist einfach A, weil's so 'n Meilenstein ist. Also 'ne Birkin ist so 'ne iconic Tasche und viele, die jetzt sagen werden: „Was ist 'ne Birkin?"
Anna-Lisa: Mhm.
Alexavius: Also die hat ja wirklich 'ne noch höhere Wertsteigerung als Gold. Ja. Also das ist ja wirklich verrückt, A, an 'ne Birkin ranzukommen.
Alexavius: Ja. Wirklich Chapeau an jeden, der 'ne [00:21:20] Birkin hat. In Wien sieht man das hier natürlich öfter.
Anna-Lisa: Ja.
Alexavius: Ähm, und die haben 'ne krasse Wertsteigerung. Also die sind wahnsinnig selten. Ich vergleich das immer gern mit Kunst auch. Also Leute haben nie 'n Problem damit, wenn manche sagen, ich investier viel Geld in ein Gemälde oder in Kunst, aber dann bei Mode sind sie dann: „Ach, das ist so 'ne Geldverschwendung", obwohl, ne.
Alexavius: Ja. Da sitzt auch wahnsinnig viel Handarbeit einfach drin in [00:21:40] so 'ner Tasche oder in vielen wie 'ner Birkin. Jedes handgemacht, das sind ja wirklich absolute Kunstwerke. Ja,
Anna-Lisa: das stimmt und vor allem alleine, wie du eben sagst, der Prozess, dass man an eine überhaupt rankommt, kann Jahre dauern- Ja. -dass man eine angeboten bekommt.
Anna-Lisa: Ähm, und ich glaub eben, sehr viele wissen, die das eben nicht wissen, denken sich: „Ah, okay, wieder die nächste Handtasche", und so weiter, aber die wissen eigentlich gar nicht, was da dahintersteckt. Ja. Und teilweise, wenn man's dann weiß und [00:22:00] weiß, wie viel die wert sind und man sieht sie auf der Straße, denk ich mir immer: „Uh, ja, sehr gut.
Anna-Lisa: Ich hab 'n bisschen Geld quasi mitbekommen jetzt in dem Lu-Luftwind, der vorbeigeweht ist." Aber okay, das ist eigentlich dann, ähm, sehr, eigentlich zeigst du dann ja, wie fashionable investieren sein kann im Prinzip, oder? Absolut,
Alexavius: absolut.
Anna-Lisa: Aber würdest du denn sagen, dass Vorsorge in Mode ist momentan?[00:22:20]
Alexavius: Inwiefern?
Anna-Lisa: Na, ob's aktuell im, dass das irgendwie so, ich weiß nicht, wie's bei dir im Freundeskreis ist, dass man dann drüber redet auch zum Beispiel, wie man investiert oder wie man sein Geld anlegt.
Alexavius: Ich glaube schon, dass es 'n Thema auch ist. Also bei mir im Freundeskreis auch zum Beispiel auch. Ich hab zum Beispiel 'n Freund von mir, ähm, der ist da so richtig drin.
Alexavius: Also der ist so richtig in Aktien drin und der ... [00:22:40] Also ich bin nicht so deep in it. Also ich investier natürlich schon, aber eher in 'nem Im Sinne von, ne, ich will einfach vorsorgen für mich, wo ich dann natürlich schon sehr, sehr dahinter bin. Also da bin ich halt echt so, wie ich vorher meinte, gerade wenn's ums, um persönliche Projekte irgendwie geht.
Alexavius: Also da, äh, bin ich definitiv sehr, sehr krass dahinter, aber der ist da [00:23:00] richtig deep in it.
Anna-Lisa: Okay, also dann kann man sich aber auch gegenseitig schon noch austauschen.
Alexavius: Schon, ja. Wobei ich finde, das ist 'n sehr schwieriges Thema, ich, äh, sich irgendwie drüber zu unterhalten, weil er kommt zum Beispiel aus einer ganz anderen Welt irgendwie.
Alexavius: Also wenn ich dem sage, ich hol mir jetzt 'ne Tasche, die Summe XY kostet, also der greift sich auf die Stirn und denkt sich: „Ey, wie lost ist der überhaupt", ne?
Alex: Ja.
Alexavius: Und wenn der mir dann erzählt: „Ja, [00:23:20] ich spekuliere jetzt irgendwie auf so 'nen neuen Coin und steck da zehntausend Euro rein", da fass ich mir dann an die Stirn und denk mir so: „Ey, wie lost ist der jetzt?"
Alexavius: Ja. Also so unterschiedlich kann Investieren auch sein. Also ich bin kein großer Fan von Spekulieren bei Investments. Ich bin dann schon gern auch auf der sicheren Seite.
Alex: Mhm.
Alexavius: Obwohl man sagen muss, wenn's um, um solche Dinge wie persönliche Projekte geht, das ist eigentlich das Risikohafteste, was du [00:23:40] machen kannst.
Alexavius: Also alles, was du in dich selber steckst oder wenn du selber sagst, du bringst 'n Produkt raus, das größte Risiko überhaupt. Also du hast ja kein Garant, du hast nichts da drauf irgendwie. Du steckst da wahnsinnig viel Geld rein und es kann voll was werden oder einfach gar nix. Also so unterschiedlich kann das Thema Geld auch wirklich sein.
Anna-Lisa: Das ist wahr, aber ich finde auch bei, bei Mode alleine, das ist ja dann nicht einfach nur die Kleidung, sondern die [00:24:00] Kleidung, die, die du trägst, macht dich ja dann auch aus und das wiederum ist ja dann eigentlich auch wieder ein Investment, weil je nachdem, wie du auftrittst, kannst du natürlich dann auch wieder, äh, langfristig gesehen, weiß ich nicht, alleine wie man auftritt bei Kunden und so weiter.
Anna-Lisa: Ich mein, das hat man bei German's Next Topmodel ja eh gesehen. Ähm, ich find, so muss man das dann teilweise auch sehen. Also es ist ja dann auch, wenn man so investiert in Kleidung oder so, [00:24:20] investiert man ja nicht nur in die Marke oder wie auch immer, sondern auch in sich selber, weil man sich dadurch besser fühlt.
Alexavius: Absolut. Und da geht's auch gar nicht drum, ich glaube, das wird mir sehr, sehr häufig unterstellt, dass dann Leute irgendwie sagen: „Ach ja, das ist leicht zu sagen, äh, wenn man sich nur so teuer kleidet." 80 % aus meinem Kleiderschrank, glaube ich, sind irgendwie, äh, pre-loved gewesen oder so, ähm, also die ich [00:24:40] super günstig geschossen habe und ich hab auch damals in der Ausbildung, äh, wo ich jetzt nicht so die, die Mittel hatte, war ich trotzdem ganz gut gekleidet.
Alexavius: Also gut gekleidet wird immer assoziiert mit „man muss viel Geld reinstecken", was aber gar nicht stimmt. Also man kann sich auch gut klei-, äh, kleiden, wenn man jetzt keinen Anzug trägt. Also ich mach das persönlich gerne, aber es muss ja jeder seinen eigenen Stil [00:25:00] finden. Und ich sag auch immer, in 'ne gute Personal Brand zu investieren, ist es immer wert, weil gerade wenn ich jetzt auch wieder rückblickend auf die Show gucke, dadurch bin ich einfach sehr vielen Personen auch im Kopf geblieben und davon lebe ich ja auch so 'n bisschen.
Alexavius: Ja.
Anna-Lisa: Das ist wahr, das kann ich nur bestätigen. Das war bei mir genauso, wie ich dir, äh, zugesehen habe. Ähm, du hast es jetzt gerade gesagt, also du schaust ja eigentlich, [00:25:20] dass du dann schon das Ganze ein bisschen streust, also von den Investments. Ähm, eine fondsgebundene Lebensversicherung ist ja eigentlich so, das ist ja so 'ne Kombi aus einer klassischen, dem klassischen Versicherungsschutz quasi mit einem langfristigen Vermögensaufbau.
Anna-Lisa: Also das ist ja eigentlich dann sehr old school eigentlich, oder? Ja. Und dann kombinierst du's halt wieder mit anderen Sachen. Ich-- Gibt's irgendetwas, [00:25:40] wo du sagst, okay, da sparst du extrem?
Alexavius: Da spare ich extrem. Mmm, also ich glaube, wo ich mir schon sehr, sehr viel Geld spare, ähm, ich trinke keinen Kaffee. Ne, also wenn zum Beispiel Leute sagen: „Ach, ich muss jeden Tag mein Caramel Double Drizzle irgendwas bei einer teuren Bäckerei [00:26:00] mir holen."
Alexavius: Also es juckt mich wirklich gar nicht. Also ich bin nicht mal nie in einer Bäckerei. Ich gehe mal ganz gerne irgendwie gut essen oder so, aber gerade weil ich so fokussiert irgendwie auf meinen Job irgendwie bin M-muss ich sagen, sind die meisten Ausgaben, die ich tatsächlich irgendwie mache, irgendwie berufliche Ausgaben in letzter Zeit auch gerade vor allem irgendwie gewesen, ja.
Anna-Lisa: Mhm. Okay. Ähm, [00:26:20] und wenn wir jetzt quasi, wir reden ja jetzt eigentlich auch vor Kamera und vor dem Mikrofon über Geld, wie fühlt sich das dann für dich an? Grade weil du ja eigentlich trotzdem auf Social Media auch eine öffentliche Person bist.
Alexavius: Mhm.
Anna-Lisa: Weil da kann man ja eigentlich auch jetzt wieder, wenn du jetzt über deine Investments redest, find ich's eigentlich sehr stark, dass du das machst, weil das natürlich jetzt, wie du sagst, jeder macht's anders.
Anna-Lisa: Ähm, wie fühlt sich das dann an für dich, über Geld zu reden?
Alexavius: Ich muss sagen, ich glaube, [00:26:40] das ist sehr verpönt, glaub ich, über Geld zu reden in unserer Gesellschaft. Wir haben ja auch während der, während der Show Hochzeit in Amerika verbracht und mir kommen voll Leute aus den USA an, die haben ja gar kein Problem, über Geld zu sprechen irgendwie.
Alexavius: Also das ist da kein so 'n geheimes Thema irgendwie. Und ich glaube, wenn man offener über Geld sprechen würde, gibt's weniger Probleme einfach in der Hinsicht. Und ich glaube, [00:27:00] da ist auch das Schulsystem, einfach muss 'n bisschen mehr dahinter sein. Ich hatte das Glück, dass wir zum Beispiel auch solche Fächer wie Buchhaltung oder so was in der Schule hatten.
Alexavius: Das heißt, äh, die hatten 'n bisschen seine Finanzen so 'n bisschen im Griff und was ist was, dass so 'n bisschen erklärt wird. Aber ansonsten kriegst du das irgendwie nicht mit. Also wenn du dann wirklich mal sagen solltest, du macht, du machst dich irgendwie selbstständig, dann bist du erst mal voll und [00:27:20] ganz auf dich alleine gestellt.
Alexavius: Du hast keine Ahnung, was du irgendwie machst. Und ich glaube, wenn man da vor allem junge Menschen bisschen offener drüber sprechen würden und auch realitätsnah drüber sprechen würden, weil das, was wir auf Social Media sehen, ist die eine Sache natürlich. Aber was jetzt wirklich echtes Investieren angeht oder wenn man sagt, echt mal irgendwie was zurücklegen, wir brauchen's ja gar nicht schönreden.
Alexavius: Wir haben jetzt natürlich nicht [00:27:40] den wirtschaftlich größten Vorteil gezogen, dass wir jetzt in dem Alter jetzt eben sind, in der Zeit. Ähm, und deswegen, glaub ich, ist es auch immer schwierig von älteren Personen da, dass einem da so reingesprochen wird, weil die hatten 'ne ganz andere wirtschaftliche Ausgangslage, als wir sie jetzt eben haben.
Alexavius: Also wir haben COVID komplett abbekommen, die komplette Breitseite. Also wir leiden auch immer unter Inflation. Es ist wahnsinnig [00:28:00] viel Krieg, der jetzt irgendwie passiert. Das kriegt jeder mit. Ähm, und da ist es einfach nicht immer möglich, glaub ich, auch für junge Menschen, die jetzt am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn sind, zu sagen, ich lege jetzt so und so viel Geld weg und mit Mitte 20 finanziere ich mir mein erstes Haus.
Anna-Lisa: Ja.
Alexavius: Die Immobilien ist auch so 'n nächstes Thema, ne. Wahnsinnig interessant, aber wie möglich ist es dir denn, wenn du davor nicht [00:28:20] viele Ressourcen eben hast, ne?
Anna-Lisa: Mhm.
Alexavius: Also du wirst nicht reich mit Immobilien. Also wenn du schon die Ressourcen hast und schon viel Geld hast, dann kannst du es natürlich vermehren.
Alexavius: Das ist aber auch so 'ne Sache, über die dann irgendwie niemand spricht.
Anna-Lisa: Das ist klar. Und ich, also wie gesagt, ich glaub, bei anderen Generationen vor uns war das natürlich ein ganz anderer Stellenwert, auch weil der, das Lebensstil einfach ein anderer war. Und ich glaub, da waren so Sachen [00:28:40] wie das eigene Haus kaufen und so weiter, ähm, was wir vielleicht in unserem Alter jetzt schon wissen, dass das sehr, sehr unrealistisch ist.
Anna-Lisa: Und ich glaub, da ist es ja genau das, dass man darüber reden muss, wie man anders investieren kann oder wie man sein Geld langfristig auch weiter noch vermehren, äh, kann. Ähm, ich möchte eigentlich noch mal fragen dann gegen, schon gegen Ende des Gespräches, wie wichtig dir [00:29:00] im Prinzip finanzielle Freiheit ist.
Anna-Lisa: Weil ich glaub, du hast dich ja sehr, sehr früh damit beschäftigt. Mhm. Und du bist es ja dann gewohnt, dass du Geld zumindest dir selber verdienst. Mhm. Ähm, gibt dir das dann das Gefühl an Freiheit oder siehst du's dann eher momentan so, dass du sagst, okay, du investierst es wieder in dich, auch mit dem Sinn, dass dann daraus wieder mehr wird?
Alexavius: Ich glaube, es ist dieses Spiel aus [00:29:20] beidem. Ähm, grundsätzlich bringt's mir schon auch sehr viel Peace of Mind, sage ich jetzt mal. Einfach diese Freiheit, dass ich sage, alles, was ich habe, und ich finde, da, das kann man dann auch oft mit Stolz sagen, alles, was ich habe, habe ich mir selber erarbeitet. Also da gab's niemanden, der mich irgendwie fremdfinanziert hat oder so, was ja auch nicht schlimm ist, um Gottes willen.
Alexavius: Also wenn jemand zum Beispiel die finanzielle Hilfe [00:29:40] von, aus der Familie bekommt, also go for it. Also das finde ich super, ne. Also wenn ich jetzt ein Kind hätte oder so, dann würde ich dem auch die maximale finanzielle Unterstützung geben. Warum denn auch nicht? Also es ist ja nirgendwo geschrieben, dass es irgendwie schrecklich oder schlimm ist, ähm, wenn man es eben bewusst macht, also wenn man sich dessen auch bewusst wird, ja, einen gesunden Umgang damit hat, ein gesundes Verhältnis auch dazu hat.[00:30:00]
Alexavius: Also mir bringt's schon sehr viel Freiheit definitiv auch, vor allem auch, weil ich weiß, ich bin auf niemanden angewiesen. Also ich finde, das ist immer das Schönste, ähm, weil Geld geht oft in diese Richtung, man ist angewiesen von, auf irgendwen und das wollte ich nie sein. Also ich wollte immer mein eigener Chef in der Hinsicht sein.
Alexavius: Ich wollte immer mein eigener Chef sein und sagen: „Das kaufe ich mir, das [00:30:20] hole ich mir nicht, da stecke ich mein Geld rein und da nicht." Und ich glaub, da, da kann ich nur zu allen jungen Menschen irgendwie sprechen. Also wenn man irgendwie die Möglichkeit hat, sich finanziell unabhängig zu machen, dann absolut go for it, aber man sollte sich auch deshalb nie irgendwie stressen.
Alexavius: Also ich glaube, Social Media lebt dann immer ein falsches Bild vor, dass man irgendwie jung und erfolgreich sein muss und Millionär sein muss mit [00:30:40] Mitte 20, was ja völliger Quatsch ist. Ähm, aber einfach ein frühes Bewusstsein dafür zu schaffen, dass man vielleicht ein bisschen was mal rücklegen sollte und dann ist man definitiv schon gut dabei, also sich gar nicht unter Druck setzen lassen irgendwie.
Anna-Lisa: Mhm. Das ist ein guter Punkt. Ähm, ich hab noch eine Abschlussfrage bei uns im Podcast, nämlich: Was bedeutet für dich persönlich, safe zu sein beim Investieren?
Alexavius: Mmm, für mich [00:31:00] persönlich safe zu sein, ist, wenn ich mein Geld irgendwo investiere, dass ich auch tatsächlich weiß, wo es hingeht.
Alex: Mhm.
Alexavius: Ähm, also ich krieg dann ganz oft mit, dass dann Leute sagen, ja, sie investieren jetzt irgendwie in ETFs oder so, in Aktien und die wissen dann aber gar nicht, wo das dann tatsächlich hingeht.
Alexavius: Also wenn du sagst, okay, du möchtest dein Geld schon irgendwie breit streuen, was in dem ETF eh schon ein bisschen breiter gestreut wird als nur in eine Aktie [00:31:20] jetzt, dann informier dich vielleicht trotzdem ein bisschen, wo das Geld denn tatsächlich hingeht. Ähm, in viele Dinge muss ich auch sagen, möchte ich auch gar kein Geld investieren.
Alexavius: Also das ist, finde ich, auch so eine Sache des Bewusstseins. Wo steckst du denn dein Geld rein? Kannst du das mit gutem Gewissen irgendwie denn machen? Und da bin ich schon bei einem ganz guten Peace of Mind. Also ich möchte wirklich immer wissen, wo geht [00:31:40] mein Geld hin. Ne? Und wo kommt's dann auch eben wieder dann zurück?
Alexavius: Und kann ich das mit gutem Gewissen vertreten, was ich da unterstütze? Weil man unterstützt es ja trotzdem mit 'nem Investment auch.
Anna-Lisa: Mhm. Ja, Alexander, ich sage an der Stelle vielen, vielen Dank, dass du da warst und danke dir für die Einblicke und weiterhin alles Gute.
Alexavius: Danke schön. Vielen Dank.[00:32:00]
Alex: Ja, welcome back, Annalisa. Ich muss jetzt gleich einmal, äh, loslegen und, und mich auch bei den ganzen Gästen schon mal bedanken, weil auch ich so extrem viel lerne und auch, äh, mich mit neuen Investmentmöglichkeiten beschäftigen darf. Also zum Beispiel bei, äh, [00:32:20] Handtaschen et cetera, da kannte ich mich gar nicht aus und würde auch jetzt nicht behaupten, dass ich da irgendwann Pro bin, aber ich hab mich da a bissl informiert und auch einen Artikel gelesen im Handelsblatt und, äh, mich dann auch a bissl mit dem, ähm, ja, was, was da so mitschwingt mit dem Investment.
Alex: Wie war's für dich?
Anna-Lisa: Ja, ich fand's, ähm, wirklich sehr, sehr cool, dass Alexavios da war. Er [00:32:40] hatte an dem Tag Geburtstag, ist 23 Jahre alt geworden und, äh, aus dem Gespräch ist dann schon ein bisschen hervorgegangen, dass er einfach sich schon sehr, sehr früh damit beschäftigt hat und man ihm dann eigentlich teilweise auch gar nicht anmerkt, dass er eigentlich noch so jung ist, weil er sich wirklich gut auskennt und so viele verschiedene Einblicke uns gegeben hat, auf die wir jetzt eh noch zu sprechen kommen.
Anna-Lisa: Aber ja, [00:33:00] das mit den Taschen hat mir natürlich sehr gefallen, weil da gibt's so eine gewisse Bubble, wo man sich dann, ja, austauscht, wie man am besten an gewisse Taschen und so weiter kommt. Also ich bin da jetzt nicht so komplett drinnen, aber ich fand's cool, dass er das, ähm, thematisiert hat.
Alex: Ja, also bin voll bei dir.
Alex: Er ist extrem weit und, und überlegt schon bei seinen, äh, bei seiner Veranlagung. Und um bei [00:33:20] den Taschen zu bleiben, also ist auch eben interessant, so wie dann die individuellen Geschmäcker sind auch bei der Veranlagung. Man baut zu irgendeiner, man baut halt zwangsläufig, äh, emotionale Bindung irgendwie auf zu den Produkten vielleicht, die man auch hat, ja.
Alex: Sei es jetzt der ETF oder die Aktie oder eben a Handtasche. Und, äh, beim Alexavios ist [00:33:40] eigentlich so das Gegenteil wie bei der Anna Strigl, äh, wer die Folge, ähm, gehört hat, sonst Empfehlung mal reinhören. Ähm, für ihn ist es ein Investmentziel. Sie sagt, ähm, das Geld, äh, das steck ich lieber in einen ETF, das brauch ich nicht.
Anna-Lisa: Ja genau, also da sieht man ja, wie unterschiedlich es sein kann. Ähm, das hab ich mir auch gedacht währenddessen und ich fand's auch cool, dass [00:34:00] er, ähm, quasi gesagt hat, ja, er hat angefangen auch mit unterschiedlichen Kleidungen oder Marken und so weiter. Ich mein, man kann ja das auch ausweiten auf zum Beispiel Uhren.
Anna-Lisa: Da gibt's ja, ist ja eigentlich genau das gleiche Prozedere. Um beispielsweise jetzt eine Rolex zu bekommen, musst du dich auch erst einmal wo anmelden und warten, bis du überhaupt einmal ein Produkt angeboten bekommst. Genauso ist es auch bei den Taschen. Er hat's eh auch selbst [00:34:20] gesagt, es heißt quasi Road to Birkin, ähm, die wird ja von Hermès verkauft und du musst da in gewisser Art und Weise eine Historie haben.
Anna-Lisa: Also du, da, das wird dann nicht dein erstes Produkt sein, was du von der Marke kaufst, sondern du musst dich quasi schon so ein bissl etablieren als Käufer oder Käuferin und dann, selbst dann bekommst du erst eine Einen Termin, also ein, äh, Leather Appointment heißt [00:34:40] das dann. Dann gehst du hin und dann, ähm, bekommst du eine Tasche angeboten.
Anna-Lisa: Du weißt aber nicht, okay, welche Farbe, welches Modell konkret. Also du wirst da eigentlich ein bissl überrascht und dann kannst du entscheiden, ob du sie ablehnst oder annimmst. Und ich mein, dann reden wir ja schon von Geldsummen. Also das ist ja dann nicht einfach so, dass du sagst: „Mein, ich kauf mir jetzt eine Tasche", sondern das ist ja eigentlich dann trotzdem eine [00:35:00] langfristige Investmentstrategie.
Alex: Ja, äh, ich würd sagen, er, er ist bereit, einige Hürden zu nehmen, um dazu zu kommen. Also der Einstieg ist jetzt, glaub ich, kann man schon behaupten, nicht, nicht so leicht in das Produkt. Also vor allem mal das Geld, was man dafür überhaupt- Das stimmt ... am Tisch legen muss.
Anna-Lisa: Das stimmt, ja. Ja, aber er hat auch hervorgehoben in seinem Gespräch, ich mein, da kannst du jetzt auch [00:35:20] noch genauer drauf eingehen, dass, ähm, nicht alles immer so glamourös ist, wie's dann vielleicht scheint bei ihm als Model und Influencer und so weiter, weil er ist ja dann schon auch, muss sich um Rechnungen kümmern, hat einen Steuerberater und so weiter.
Anna-Lisa: Das fand ich insofern eigentlich auch dann, ähm, wichtig, dass er das angesprochen hat, weil nur weil er mit einer gewissen Handtasche herumgeht, heißt das nicht, dass er nicht die anderen Sachen dann nicht auch machen [00:35:40] muss.
Alex: Ja, also du meinst jetzt bei der Veranlagung oder, oder generell- Ja,
Anna-Lisa: generell, generell.
Alex: Ja, natürlich. Also und da muss man halt auch sagen, eben, äh, für, für die, für dieses, für dieses Handtaschen-Asset muss er schon relativ, glaub ich, da muss man sich schon viel damit beschäftigen. Also muss einem dann auch wert sein, dass man, dass man die Zeit [00:36:00] aufbringt. Ähm, ähm, aber ich glaub, das ist eben, wie du sagst, er, er ist ja da eh breit aufgestellt und weiß, dass andere Sachen m...,
Alex: unkomplizierter gehen. Aber das ist halt das. Das ist eben diese emotionale Bindung, die ich an, ähm, angesprochen hab und das ist Da schlägt schon wieder das klassische Anlegerwarnsystem [00:36:20] ein bissl an, ja, bei der emotionalen Bindung. Man muss da immer aufpassen, weil dass man da nicht dann zu großen Bezug aufbaut und ein bissl so die Risiken und das, das Verlustpotenzial a-a-auch ausblendet, ja.
Alex: Das gilt für alle Anlageklassen. Ist komplett wurscht. Also man muss einfach immer auch komplett ehrlich sein zu sich selbst, wenn man's kauft: [00:36:40] Okay, was hab ich für Chancen, aber was hab ich auch für Risiken, ja? Und bei-- grad bei der Handtasche, du hast das eh, das Prozedere grad, äh, skizziert, dass ich mich da erst mal als Käufer beweisen muss und so.
Alex: Also, äh, man würd da so im Fachjargon vielleicht von auch an Liquiditätsrisiko dann sprechen. Also es ist nicht so leicht, eine Tasche überhaupt zu erwerben und dann auch [00:37:00] wieder loszuwerden, äh, also zu verkaufen, im Idealfall, äh, natürlich mit, mit einem Gewinn. Und das gibt's nicht nur bei Handtaschen, das kann auch, gibt auch, äh, Aktien, die, wenn das kleinere Titel sind, äh, und du hast da vielleicht irgendwo einen Geheimtipp aufgeschnappt im, im Web, den dir irgendwer erzählt, ja, äh, und, und mit [00:37:20] Gewinnpotenzial, musst du dir halt auch bewusst sein: Okay, ähm, ist dieses, ist diese Aktie oder diese Anlageklasse gut handelbar?
Alex: Kann ich sie dann auch wirklich jederzeit, äh, verkaufen und kaufen, ja? Und das ist halt bei, bei, bei größeren Aktien natürlich überhaupt kein Problem. Es geht mittlerweile eigentlich rund um die Uhr. Ähm, und bei, bei nicht so liquiden Titeln muss [00:37:40] man da halt a..., das mitdenken und die, die Handtasche, ja, fällt da wahrscheinlich auch rein.
Alex: Ja,
Anna-Lisa: also ich, ich nehm eigentlich daraus mit, nur weil die Handtasche vielleicht auf der Hand gut ausschaut, heißt das nicht, dass man sie dann um die paar Monate noch länger behalten sollte, sondern dass man dann schon realistisch sein muss und sagen muss: „Okay, mein Modegeschmack oder wie auch immer geht da, ich muss jetzt nach hinten [00:38:00] zurückstecken und dann noch mal realistisch sein."
Anna-Lisa: Also das hast du jetzt eh auch grade angesprochen.
Alex: Mhm. Ja, also wie, es, es, das ist ja das Coole so am, am, am freien Markt oder an Angebot und Nachfrage. Du kannst, äh, also ich hab einen Kollegen, der, äh, hat mit Lego gehandelt und da auch, äh, respektable Ergebnisse erzielt, ja, [00:38:20] teilweise. Ja. Aber du, du musst einfach ehrlich zu dir sein.
Alex: Du kannst es ... Ich glaub, der Alex Habiues ist sich auch bewusst, vielleicht in 20 Jahren interessiert das halt niemanden mehr, ja. Ähm, gewisse Märkte haben sich halt über Jahrhunderte etabliert. Das ist am Kunstmarkt sicher auch so, wo ich vielleicht die Handtasche jetzt oder Mode eher noch verorten-- Oder [00:38:40] beim, beim Aktienmarkt ist es, das ist halt wirklich ein Jahrhunderte erprobtes, ähm, System, sozusagen der Kapitalmarkt und der Aktienhandel.
Alex: Ich geh davon aus, wir werden's noch länger haben, ja. Aber bei so vielleicht so kleineren Nischen musst du dir halt bewusst sein, wenn du's jetzt langfristig hältst, you never know. Also in zehn, 15 Jahren [00:39:00] Wie sich die Gesellschaft entwickelt, ob das dann noch so, äh, hypt. Ja, einfach nur im Kopf haben. Kann, kann auch ganz anders sein und das geht voll durch die Decke, aber einfach nur im Kopf halten.
Anna-Lisa: Ja. Also ich mein, wir haben uns da jetzt einen Punkt herausgepickt aus seinem Gespräch. Er ist ja auch noch anders angelegt, aber das war für mich jetzt von ihm jetzt her, vom Gespräch, das, was so [00:39:20] herausgestochen ist, wenn man's dann eben auch sieht, wie's mit anderen Influencern zum Beispiel ist, dass die dann gar nichts davon halten.
Anna-Lisa: Ich glaub, das unterstreicht eigentlich eh ganz gut, dass man so unterschiedlich, ja, seine Investments eigentlich auch planen kann. Ähm, ja, und das, das war eigentlich im Endeffekt so, das, das mein Takeaway, muss ich ganz ehrlich sagen, von diesem Gespräch. Ich weiß nicht, ob du noch, äh, irgendetwas hast, was du sagen würdest.
Alex: Nein, [00:39:40] bin ich bei dir.
Anna-Lisa: Ja. Okay. Ja, in dem Sinne, ähm, machen wir kurze Mode und, äh, beenden diese Folge. Ich sag danke vielmals, äh, Alex, für den Austausch mit dir. Freu mich aufs nächste Mal und ich freu mich auch, wenn ihr das nächste Mal wieder zuhört bei Safe Stories übers Investieren. Danke schön.
Alex: Ich sag ebenfalls danke und ciao.
Anna-Lisa: Tschüss.[00:40:00]
Alex: Das war Save Stories übers Investieren.
Anna-Lisa: Die Inhalte dieses Podcast dienen ausschließlich der Information und stellen keine Anlageempfehlung dar. Wer weiß, [00:40:20] wie man mit Chancen und Risiken umgeht, kann seine finanzielle Zukunft bewusst selbst gestalten.
Alex: Wenn dir diese Folge gefallen hat, dann bewerte sie gerne in deiner Podcast-App und teile sie mit deinen Freundinnen und Freunden.
Anna-Lisa: Dieser Podcast ist Teil der Initiative "Beteilig dich" der Wiener Börse. Mehr Infos dazu findest du online unter [00:40:40] wienerboerse.at/beteilig-dich sowie auf Instagram, TikTok und YouTube im Profil der Wiener Börse.
Alex: Danke fürs Zuhören.
Anna-Lisa: Bis zum nächsten Mal.